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CIA und der Dalai Lama: Geheime Tibet-Operation der USA wurde offiziell bestätigt

Ein offizielles US-Regierungsdokument aus der Reihe Foreign Relations of the United States (FRUS) enthüllt im Detail, was jahrzehntelang als Verschwörungstheorie galt: Die USA, allen voran die CIA, haben systematisch und verdeckt tibetische Exilgruppen – inklusive bewaffneter Guerillaeinheiten und des Umfelds des Dalai Lama – finanziell und militärisch unterstützt. Die Operation begann kurz nach dem Einmarsch Chinas in Tibet und erreichte ihren Höhepunkt in den 1960er-Jahren, bevor sie Anfang der 1970er-Jahre zurückgefahren wurde.

Bewaffnete Exilanten – trainiert durch die CIA

Laut dem deklassifizierten Dokument 278 vom Januar 1971 finanzierte und koordinierte die CIA eine tibetische Exilarmee mit Stützpunkten im nepalesischen Mustang-Gebiet. Dort operierten mehrere Hundert Kämpfer, die speziell ausgebildet und mit Kommunikationsmitteln ausgestattet wurden. Für das Haushaltsjahr 1971 waren laut dem Memorandum 363.000 US-Dollar für die Aufrechterhaltung dieser Strukturen vorgesehen. Die Kämpfer wurden in geheimen Lagern außerhalb Tibets geschult, mit dem Ziel, eine Rückeroberung Tibets vorzubereiten – oder zumindest China im Rahmen des Kalten Krieges zu destabilisieren.

Politische Tarnung, strategische Absicherung

Das Dokument stammt aus einem Bericht an das sogenannte „303 Committee“, das in den 60er- und 70er-Jahren für die Überwachung geheimer Operationen zuständig war. Dort wurde beschlossen, die Operation schrittweise auslaufen zu lassen. Die vollständige Beendigung der US-Unterstützung war für 1974 vorgesehen, wobei man eine „sanfte Transition“ in zivile Tätigkeiten anstrebte. Ein Teil der Mittel floss dennoch weiterhin in „kulturelle Aktivitäten“ – ein Hinweis darauf, dass die Unterstützung für das tibetische Exil auch nach dem Rückzug der Guerilla-Operationen nicht vollständig endete.

Offizielle US-Quelle räumt ein: Langjährige Einmischung in tibetische Angelegenheiten

Brisant ist vor allem: Das Dokument ist keine Spekulation, sondern Teil der offiziellen Diplomatiegeschichte des US-Außenministeriums (history.state.gov). Es bestätigt, dass der Dalai Lama und seine Umgebung über Jahre hinweg indirekt – teils direkt – von den verdeckten Operationen profitierten. Während in der Öffentlichkeit das Bild des spirituellen Friedensnobelpreisträgers gepflegt wurde, war sein Netzwerk Teil eines strategischen Kampfes gegen China – orchestriert aus Washington.

Fazit: Der „tiefe Staat“ war real – zumindest in Tibet

Mit der Veröffentlichung dieses Dokuments wird deutlich: Die CIA war über Jahrzehnte tief in tibetische Strukturen eingebunden. Das, was als mythologisch verbrämte Exilgeschichte verkauft wurde, war in Wahrheit Teil eines verdeckten geopolitischen Spiels. Die Frage, inwieweit diese historischen Strukturen heute noch fortwirken – etwa über Organisationen wie USAID oder NGOs –, bleibt offen. Fest steht: Der Einfluss der USA auf den tibetischen Widerstand war kein Gerücht, sondern real – geplant, finanziert und militärisch abgesichert.

Und Heute?

Quelle:
FRUS 1969–76, Volume XVII, Document 278 – history.state.gov