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Das Wehrdienstgesetz – ein Kabinettsstückchen

Egon W. Kreutzer

Wikipedia: Als Kabinettstück („Kabinett“ im Sinn der fürstlichen Wunderkammern, die den heutigen Kulturinstituten vorausgingen) bezeichnet man ein meist kleinformatiges Meisterwerk. 

Natürlich ist die Gleichsetzung des Bundeskabinetts mit einer Wunderkammer weit hergeholt. Obwohl – zum Wundern gibt es immer wieder Anlass.

Mit dem Wehrdienstgesetz, das selbstvertändlich nicht vom Parlament entworfen wurde, sondern vom Pistorius-Ministerium, auch vom Wadephul Ministerium im ersten Anlauf nicht gekippt werden konnte, ist wieder mal ein kleinformatiges Wunderwerk geschaffen worden, das demnächst vom Bundestag abgesegnet werden wird. An dieser Stelle erachte ich den Hinweis für geboten, dass es in der Gesetzgebung Deutschlands eine immer offener zu Tage tretende Redundanz in der Abnick-Funktion gibt. Wobei gerade nach den Schloss-Renovierungsplänen nicht mehr sicher ist, welche der beiden den Steuerzahler am teuersten ist und