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Das Zelensky-Narrativ verschiebt sich
Bild Shutterstock: Volodymyr Zelensky tritt 2016 in einer ukrainischen Fernsehshow auf und heute schickt er für Washington die Bürger in den Tod.

Das Zelensky-Narrativ verschiebt sich

Von Steve Cortes: Er ist ein ehemaliger Berater von Präsident Trump.

Wolodymyr Zelenskij enthüllt zunehmend sein wahres Gesicht. Monatelang wurde der ukrainische Präsident von der amerikanischen Presse und in Audienzen von prominenten Gästen umschwärmt. Doch nun wird die Realität seiner Herrschaft in der Ukraine selbst für seine eifrigsten Unterstützer in Amerika, von denen viele zufällig Republikaner sind, unbestreitbar.

In den letzten Tagen hat sich das Bild spürbar gewandelt. Zuerst ließ Thomas Friedman von der New York Times einen Versuchsballon steigen, ein klares Signal von einem der zuverlässigsten Stenographen des Weißen Hauses:

Liebe Leser: Der Krieg in der Ukraine ist noch nicht vorbei. Und insgeheim sind die US-Beamten viel besorgter über die ukrainische Führung, als sie es sich anmerken lassen. Zwischen dem Weißen Haus und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskij herrscht tiefes Misstrauen – weitaus mehr als berichtet wurde.

Die Biden-Administration hatte sich bisher so sehr für eine Eskalation in der Ukraine eingesetzt wie Senator Lindsey Graham oder der Schauspieler Ben Stiller, doch plötzlich beginnt selbst der Westflügel die Sinnlosigkeit einer uneingeschränkten Unterstützung Zelenskys einzusehen. Offenbar gibt es selbst für die Washingtoner Kriegsmaschinerie Grenzen.

Was sind diese Grenzen in Bezug auf die Ukraine? Nun, zunächst einmal regiert Zelensky ähnlich wie sein Widersacher, der allseits angeprangerte Putin. Zelensky schaltete alle oppositionellen Medien in der Ukraine ab und verbot dann die politischen Parteien der Opposition. Er erklärte, dass Russland jeden einzelnen Kiewer Bürger umbringen müsste, um an ihn heranzukommen, fand aber auch noch die Zeit, für eine melodramatische Annie-Leibovitz-Porträtseite für die amerikanische Modezeitschrift Vogue zu posieren. Zelensky entließ auch das ukrainische Äquivalent des US-Generalstaatsanwalts und den Chef der CIA, und zwar am selben Tag, vielleicht in einer Pause von seinem grandiosen Fotoshooting.

Wie Friedman hat auch CBS News offenbar das Memo erhalten, Zelenskys Heiligenschein zu beschmutzen. Der Sender untersuchte die Torheit, einen Berg von US-Steuergeldern in eines der korruptesten Länder der Welt zu schicken, löschte aber später seinen Tweet zu diesem Thema. CBS räumte ein, dass große Mengen amerikanischer Gelder gestohlen wurden, und räumte ein, dass „ein Großteil der Milliarden Dollar Militärhilfe, die die USA in die Ukraine schicken, nicht an der Front ankommt“. CBS zitierte auch einen Mitarbeiter vor Ort, der die Realität von Amerikas Großzügigkeit offenlegte: „Etwa 30 Prozent davon erreichen ihren endgültigen Bestimmungsort.“

Die amerikanischen Steuerzahler leihen sich also zig Milliarden Dollar, die ihr Land nicht hat, um dem nicht rechenschaftspflichtigen Führer eines korrupten Landes ein Vermögen zukommen zu lassen, nur um einen Krieg zu eskalieren, an dem Amerika kein vitales nationales Interesse hat. Oh, und das während einer Rezession mit galoppierender Inflation im eigenen Land. Erwischt. Diese Realität wäre schon verdammt genug, aber Zelensky hat noch einen draufgesetzt und die amerikanische Eskalation noch unvernünftiger gemacht.

In einem Interview mit der in Hongkong erscheinenden South China Morning Post hat Zelensky an China appelliert. Er bat um direkte Gespräche mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, um die Ukraine bei ihren Kriegsanstrengungen und beim „Wiederaufbau der Ukraine“ zu unterstützen. In einem früheren Telefonat mit dem chinesischen Diktator hatte Zelensky die Ukraine als „Brücke nach Europa“ für China angeboten.

Vielleicht aus Angst, dass die Kiewer Kabale bald einen neuen Sugar Daddy braucht, bittet Zelensky den gefährlichsten Gegner der Vereinigten Staaten, die Kommunistische Partei Chinas, ganz offen um Hilfe. Mit diesem erbärmlichen Appell an das tyrannische und missbräuchliche Politbüro in Peking gibt Zelensky jeden Anschein auf, ein Vorbild für die Menschenrechte zu sein, egal wie viele ukrainische Flaggen die Social-Media-Konten von wohlhabenden Amerikanern mit hohen Ansprüchen schmücken.

Indem er sich an Peking wendet, appelliert Zelensky an die Wohltätigkeit eines Landes, das den Krieg in der Ukraine durch massive Ölkäufe von Putin direkt finanziert. In dieser Hinsicht enthüllt Zelensky unwissentlich den Irrsinn, dass die mächtigsten Nationen der Welt gleichzeitig beide Seiten des Krieges finanzieren. Während zum Beispiel Amerika mehr als 54 Milliarden Dollar von seinen Bürgern in die Ukraine schickt, schicken unsere angeblichen Verbündeten in der NATO täglich bis zu 1 Milliarde Dollar für russische Energie an Putin.

Putin ist ein Verbrecher und Zelenski ist ein korrupter Autokrat. In ihrem Kampf geht es nicht um lebenswichtige nationale Interessen der USA. Bidens Einmischung schadet Amerika und verschlimmert die Notlage des ukrainischen Volkes, das zum Spielball eines Kampfes der Schwarzmeer-Oligarchen geworden ist. Amerika sollte auf Dialog, Verhandlung und Deeskalation bestehen. Wenn sich die Parteien weigern, dann ist es Zeit für einen amerikanischen Ansatz des Realismus und der Zurückhaltung, denn dies ist einfach nicht unser Kampf, und Zelensky ist ganz sicher nicht unser Kämpfer.