Thierry Meyssan
Wir verstehen die Haltung des Iran gegenüber den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten überhaupt nicht: Das iranische Volk ist von dem Krieg nicht überrascht. Angesichts seiner antiimperialistischen Haltung hat es damit gerechnet. Es ist weniger daran interessiert, über die Beendigung der Feindseligkeiten zu verhandeln, als vielmehr an einer neuen internationalen Ordnung. Es nimmt Leiden in Kauf, um seine eigene Agenda voranzutreiben. Washington mag militärisch gewinnen, doch politisch ist es Teheran, das vorankommt.
Präsident Donald Trump – und mit ihm die Gesamtheit der verantwortlichen westlichen Politiker und Kommentatoren – ist der Ansicht, dass die Iraner sich ausschließlich darauf konzentrieren sollten, den Bomben des Pentagons zu entkommen und wieder einen akzeptablen Lebensstandard zu erreichen. Sie sollten daher ihr Atomprogramm

