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Die EU und das russische Gas: „Schluss mit lustig“

Die EU und das russische Gas: „Schluss mit lustig“

Die EU-Staaten werden sich in diesen Tagen entscheiden müssen, ob sie auch im nächsten Monat noch Gas aus Russland bekommen wollen, oder nicht. Das russische Fernsehen hat die Situation beleuchtet.

Nachdem Polen und Bulgarien sich medienwirksam geweigert haben, russisches Gas mit Rubel zu bezahlen und Gazprom ihnen den Hahn zugedreht hat, ist klar, dass wir vor einem Showdown stehen. Entweder die EU-Staaten gehen auf die russische Regelung ein, oder der Gashahn wird zugedreht. Das russische Gas wird immer für den vergangenen Monat bezahlt, das bedeutet, dass in diesen Tagen die Gasrechnungen fällig werden, dann werden wir sehen, wie sich die EU-Staaten tatsächlich entschieden haben.

Das russische Fernsehen hat in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick einen ausführlichen Beitrag über die Lage gebracht, den ich übersetzt habe. Der Bericht ist auch deshalb sehr lesenswert, weil er von dem Deutschland-Korrespondenten kommt und es immer interessant ist, wie aus dem Ausland auf Deutschland geblickt wird.

Beginn der Übersetzung:

Schluss mit lustig: Die EU an ihrem eigenen Scheideweg

Gazprom hat den vollständigen Stopp der russischen Gaslieferungen nach Polen und Bulgarien erklärt. Der Grund dafür war die prinzipielle Weigerung dieser Länder, für russisches Gas in Rubel zu bezahlen. Polen und Bulgarien erhalten nun dasselbe russische Gas von Deutschland im Wege des Revers. Wenn Deutschland sich ebenfalls weigert, in Rubel zu zahlen, dann wird auch der Revers für Bulgarien und Polen versiegen. (Anm. d. Übers.: Revers bedeutet, dass das Gas in die entgegengesetzte Richtung gepumpt wird. Früher kam das Gas aus Russland über Weißrussland und Polen nach Deutschland, jetzt pumpt Deutschland Gas nach Polen)

Als erstes hat danach die Tschechische Republik angekündigt, dass sie sich weigert, russisches Gas in Rubel