Von Hans-Jürgen Geese
Japan gehörte nach Ende des Ersten Weltkrieges zu den Siegermächten. Bei den Feierlichkeiten im Spiegelsaal von Versailles am 28. Juni 1919, anlässlich der Unterzeichnung des Friedensvertrages, waren auch Delegierte des japanischen Kaisers anwesend. Vergeblich hatten sie versucht, das Prinzip der Rassengleichheit in den Vertrag aufzunehmen. Asiaten galten nach wie vor als Menschen zweiter Klasse.
Ein paar Jahre später beschlossen Japans einstige Verbündete, die Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland, dann sogar, keine Japaner mehr in ihr Land immigrieren zu lassen. Es grassierte das Gespenst der „gelben Gefahr“. Und unter der „gelben Gefahr“ sah man vor allem auch die Einwanderer aus Japan.


