Peter Haisenko
Schon immer war es das Ziel der Autoindustrie, die Fahrzeuge so leicht wie möglich zu bauen. Das spart Energie und Rohstoffe. Mit den Pseudo-E-Autos ist dieses Prinzip aufgegeben worden und diese überschweren Kisten sind so nicht nur Feinstaubschleudern.
Um ein E-Auto zu erkennen, muss man nicht auf das Nummernschild sehen. Es reicht aus, die Bremsscheiben zu betrachten. Die sind nämlich gegenüber normalen Verbrennern übergroß. Das müssen sie auch sein, denn es muss ein wesentlich höheres Gewicht abgebremst werden. Je nach Typ kann das mehr als eine halbe Tonne an zusätzlichem Gewicht sein. Das gilt nicht unbedingt für reine E-Autos, also Fahrzeuge, die nur elektrisch fahren. Die führen nämlich nicht das zusätzliche Gewicht eines Verbrennungsmotors mit. Damit bin ich bei einer Grundfrage: Wie kann es begründet werden, ein Auto als E-Auto zu klassifizieren, mit allen zugehörigen Vorteilen, in das ein großer Verbrenner eingebaut ist? Mit drei oder mehr Litern Hubraum. Die bezeichne ich als „Pseudo-E-Autos“.


