Unabhängige Analysen und Informationen zu Geopolitik, Wirtschaft, Gesundheit, Technologie

Ein katastrophaler Krieg scheint unvermeidlich

Von Paul Craig Roberts

Ein katastrophaler Krieg scheint unvermeidlich. Mehrere Hindernisse stehen einem friedlichen Ausweg im Wege. Erstens die außenpolitische Doktrin der USA, bekannt als Wolfowitz-Doktrin, die darauf abzielt, die Hegemonie der USA über die Welt zu sichern und den Aufstieg jedes Landes zu verhindern, das den Unilateralismus der USA einschränken könnte. Diese Doktrin richtet sich gegen Russland und China. Wie Präsident Trump kürzlich gegenüber dem Atlantic Magazine erklärte: „Ich regiere das Land und die Welt.“ Diese Aussage unterstreicht den Anspruch auf globale Vorherrschaft.

Ein weiteres Hindernis ist der militärische und sicherheitspolitische Komplex der USA, der enorme Summen für politische Kampagnen ausgibt und Feinde wie Russland, China und den Iran benötigt, um sein massives Budget und seine Macht zu rechtfertigen. Ein drittes Hindernis ist die Erpressung der USA und der westlichen Welt durch die von Jeffrey Epstein betriebene Mossad-Operation, die kompromittierende Aufnahmen von Mitgliedern der herrschenden Klasse enthält, die Sex mit Minderjährigen hatten. In diesen Ketten kann kein westlicher Staatschef Maßnahmen ergreifen, um einen Krieg zu verhindern.

Der russische Präsident Putin hat zu den eskalierenden Spannungen beigetragen, indem er Provokationen ignorierte in der Hoffnung, ein gegenseitiges Sicherheitsabkommen mit Washington zu erreichen, das die Konflikte entschärfen könnte. Diese Hoffnungen waren vergeblich, da sie die Wolfowitz-Doktrin, die Macht des militärischen Sicherheitskomplexes und Israels Erpressungsmacht über die US-Regierung ignorieren. Wie der Historiker A.P.J. Taylor in The Origins of the Second World War darlegt, resultierte der Zweite Weltkrieg, den niemand beabsichtigte, aus diplomatischen Fehlern, deren Konsequenzen niemand verstand. Heute wiederholen sich ähnliche Fehler, die Spannungen aufbauen, anstatt sie abzubauen. Trumps Egomanie verstärkt diese gefährliche Dynamik, und das Versagen der Führung könnte in einem verheerenden Krieg enden.

Analyse und Interview mit Paul Craig Roberts

In einem kürzlich geführten Interview mit Nema am 4. August 2025 äußerte sich Paul Craig Roberts besorgt über die aktuellen Entwicklungen in der internationalen Politik, insbesondere über die Entscheidungen der Trump-Administration, die die Spannungen mit Russland eskalieren lassen. Nachfolgend eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

Eskalation durch die Trump-Administration

Roberts kritisiert die Entscheidung von Präsident Trump, zwei nuklearbewaffnete U-Boote in die Nähe Russlands zu entsenden und Raketen, die von F-35-Jets genutzt werden können, nach Europa zurückzubringen. Diese Maßnahmen seien eine Reaktion auf angebliche Drohungen des russischen Politikers Medwedew, doch Roberts sieht darin eine gefährliche Provokation. „Wenn du Frieden willst, machst du keine nuklearen Drohgebärden“, betont er. Er hinterfragt Trumps Behauptung, die Verluste Russlands in der Ukraine beliefen sich auf 812.000 Soldaten, während die Ukraine nur 8.000 verloren habe. „Diese Zahlen sind umgedreht. Wenn sie stimmen würden, würde die russische Front zusammenbrechen, nicht die ukrainische“, so Roberts.

Die Wolfowitz-Doktrin und der militärische Komplex

Die Wolfowitz-Doktrin, die vor etwa 30 Jahren formuliert wurde, bleibt laut Roberts die treibende Kraft der US-Außenpolitik. Sie zielt darauf ab, die Vorherrschaft der USA zu sichern und die Macht von Ländern wie Russland und China einzuschränken. Diese Ideologie, kombiniert mit den Interessen des militärisch-sicherheitspolitischen Komplexes, verhindert jede Möglichkeit für Friedensverhandlungen. „Der Komplex braucht Feinde, um sein Budget und seine Macht zu rechtfertigen“, erklärt Roberts. Er verweist auf die Worte von Präsident Eisenhower, der bereits 1961 vor der wachsenden Macht des militärisch-industriellen Komplexes warnte.

Die Epstein-Erpressung

Ein weiterer kritischer Punkt ist die angebliche Erpressung westlicher Eliten durch eine von Jeffrey Epstein orchestrierte Mossad-Operation. Roberts glaubt, dass diese Operation nicht primär ein Sexhandel war, sondern ein gezielter „Honigfallen“-Mechanismus, um die US-Außenpolitik zugunsten Israels zu steuern. „Die Zionisten in Israel und die Neokonservativen in den USA haben die Kontrolle über die amerikanische Außenpolitik übernommen“, sagt er. Er verweist auf die Aussage eines ehemaligen Mossad-Agenten, der bestätigte, dass selbst israelische Politiker, die eine gemäßigte Linie verfolgten, erpresst wurden, um eine Zwei-Staaten-Lösung zu verhindern.

Putins Fehlkalkulation

Roberts kritisiert auch Putin, der zu lange an der Hoffnung auf ein Sicherheitsabkommen mit dem Westen festgehalten habe. „Putin hat zu viele Provokationen akzeptiert, was ihn geschwächt hat“, sagt er. Neueste Entwicklungen, wie die mögliche Lieferung russischer S-400-Luftabwehrsysteme an den Iran, könnten ein Zeichen dafür sein, dass Putin seine Strategie ändert. Dies würde die Fähigkeit der USA und Israels, Luftangriffe gegen den Iran durchzuführen, erheblich einschränken.

Historische Parallelen

Roberts zieht Parallelen zu den diplomatischen Fehlern, die zum Zweiten Weltkrieg führten, wie sie von A.P.J. Taylor beschrieben wurden. „Niemand wollte den Krieg, nicht einmal Hitler, aber diplomatische Fehltritte führten dazu“, erklärt er. Heute sieht er ähnliche Fehltritte, verschärft durch die Inkompetenz aktueller Führungskräfte. „Die Führer der 1930er Jahre waren gebildet und wollten Frieden. Die heutigen Führer sind ungebildet und von Interessengruppen gekauft“, warnt er.

Europas Rolle und die Gefahr eines Krieges

Roberts äußert sich besorgt über die europäischen Staaten, die amerikanische Nuklearwaffen beherbergen und sich dennoch in einer gefährlichen Nähe zu Russland befinden. „Die Russen können Europa mit ihren Raketen leicht zerstören, und Europa hat keine ausreichenden Abwehrsysteme“, sagt er. Er fragt, warum europäische Führer dieses Risiko eingehen, und vermutet, dass auch sie durch Erpressung oder finanzielle Abhängigkeit kontrolliert werden.

Fazit

Roberts sieht die Welt an einem gefährlichen Scheideweg. Die Kombination aus der Wolfowitz-Doktrin, dem militärischen Sicherheitskomplex, der Epstein-Erpressung und diplomatischen Fehltritten führt unweigerlich auf einen katastrophalen Krieg zu. „Wir sind gefesselt, und es gibt keinen Samson, der diese Ketten sprengen kann“, schließt er. Seine Analyse ist ein dringender Weckruf, die Realität zu erkennen und die eskalierenden Spannungen zu entschärfen, bevor es zu spät ist.