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Die Datensammelwut der EU-Grenzbehörden führt zu längeren Warteschlangen, neue Überwachungswerkzeuge sollen diese wieder verkürzen. – Alle Rechte vorbehalten iBorderCtrl

EU-Projekt iBorderCtrl – Kommt der Lügendetektor oder kommt er nicht?

Ein wieder lesbar gemachtes Dokument enthüllt, wie Begünstigte der EU-Sicherheitsforschung auf Gesetzesänderungen zur Einführung verbotener Grenztechnologien gedrängt haben. Die EU-Kommission finanziert jetzt ein Nachfolgeprojekt mit 8 Millionen Euro.

Drei Jahre lang hat ein Konsortium aus europäischen Firmen, Instituten, Hochschulen und Polizeien in einem EU-Projekt an Technologien gearbeitet, um Grenz- und Zollbehörden die Arbeit zu erleichtern. In einem „Intelligenten tragbaren Grenzkontrollsystem“ (iBorderCtrl) wurden mehrere Anwendungen zusammengefasst, Beamt:innen können darauf über ein Mobilgerät zugreifen. Das Prinzip beruht darauf, dass Reisende möglichst viele persönliche Daten vor ihrer Einreise selbst in das System einspeisen.

Die Plattform nimmt anschließend eine Risikobewertung vor und bezieht dazu weitere Datenquellen wie Facebook oder Twitter ein. Ein Algorithmus entscheidet, ob die Person als ungefährlich eingestuft wird. Dann kann der Grenzübertritt an automatischen Kontrollgates schnell und reibungslos erfolgen. Wer aber von iBorderCtrl als riskant eingestuft wird, muss eine „händische“ Grenzkontrolle durchlaufen.