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Französischer Aktivist geht juristisch gegen Pfizer-Chef Bourla vor – „Das ist der Kampf meines Lebens“

Französischer Aktivist geht juristisch gegen Pfizer-Chef Bourla vor – „Das ist der Kampf meines Lebens“

Der französische Aktivist Marc Doyer hat rechtliche Schritte gegen den Pfizer-Vorstandsvorsitzenden Albert Bourla angekündigt. Hintergrund sind nach eigenen Angaben gesundheitliche Folgen im Zusammenhang mit einer COVID-19-Impfung. Doyer bezeichnet das Verfahren als „den Kampf seines Lebens“.

Ausgangspunkt der aktuellen Debatte ist jedoch eine andere Nachricht: Die Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles, ist an Brustkrebs im Frühstadium erkrankt. Das gab US-Präsident Donald Trump über seine Plattform Truth Social bekannt. Wiles werde ihre Arbeit während der Behandlung fortsetzen.

Trump würdigte in seiner Mitteilung insbesondere ihre Belastbarkeit und ihr Engagement. „Ihre Stärke und ihr Einsatz, ihre Arbeit fortzusetzen, während sie sich in Behandlung befindet, sagen alles über sie aus“, schrieb er.

Wiles gilt als eine zentrale Figur im politischen Umfeld Trumps. Sie leitete dessen Wahlkampf im Jahr 2024 und wird als maßgebliche Strategin hinter seinem politischen Erfolg betrachtet.

Die Diagnose löste zahlreiche Unterstützungsbekundungen aus – auch aus der Wirtschaft. Unter anderem äußerte sich der Pfizer-CEO Albert Bourla und verwies auf die gesellschaftliche Bedeutung von Krebserkrankungen. Schätzungen zufolge sei etwa jeder dritte Amerikaner im Laufe seines Lebens betroffen. Bourla sprach Wiles seine Unterstützung aus und betonte zugleich das Engagement seines Unternehmens in der Krebsforschung.

Diese Stellungnahme führte jedoch auch zu kritischen Reaktionen. Marc Doyer, der sich für die Anerkennung möglicher Nebenwirkungen von Corona-Impfstoffen einsetzt, wandte sich in sozialen Medien direkt an Bourla. Dabei kündigte er an, rechtlich gegen den Pfizer-Chef vorzugehen.

In einer Videobotschaft erläuterte Doyer seine Beweggründe. Er berichtet, dass sowohl er als auch seine Ehefrau gegen COVID-19 geimpft worden seien. Kurz darauf sei seine Frau schwer erkrankt. Nach seinen Angaben entwickelte sie die seltene und tödlich verlaufende Creutzfeldt-Jakob-Krankheit.

Auf Grundlage dieser Erfahrungen hat Doyer nach eigenen Angaben Klagen gegen Pfizer in den USA sowie in Deutschland eingereicht. Kürzlich sei dabei eine wichtige verfahrensrechtliche Entscheidung zu seinen Gunsten getroffen worden: Die beklagten Parteien, darunter Pfizer, müssen demnach weiterhin Teil des Verfahrens bleiben, bis ein endgültiges Urteil gefällt ist.

Doyer argumentiert zudem, dass sich durch diese Entwicklung die rechtliche Position von Klägern verändern könnte. Seiner Auffassung nach verschiebt sich die Beweislast stärker auf die beteiligten Pharmaunternehmen.

Darüber hinaus äußert er Kritik an den damaligen Rahmenbedingungen der Impfkampagne. Das verwendete Vakzin sei zum Zeitpunkt der Verabreichung noch in einer experimentellen Phase gewesen, so Doyer. Gleichzeitig wirft er staatlichen Stellen vor, die Öffentlichkeit unzureichend oder fehlerhaft informiert zu haben.

Die Vorwürfe sind schwerwiegend, eine abschließende gerichtliche Klärung steht jedoch noch aus.