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Hakon von Holst: Verkehrsbetriebe zwingen Kinder zur Kartenzahlung

Hakon von Holst: Verkehrsbetriebe zwingen Kinder zur Kartenzahlung

Die Infrastruktur für Bargeld ist am Zusammenbrechen: Immer mehr Verkehrsbetriebe lehnen Scheine und Münzen ab. Sie zwingen Barzahler, Kinder und Senioren zu Umwegen und langem Vorausplanen. Schleichend wird das Bargeld so verdrängt, berichtet Hakon von Holst in diesem Gastbeitrag.

Hakon von Holst. Früher war es möglich, beim Busfahrer ein Ticket zu lösen, gegen Bargeld natürlich. Dann, Anfang 2020, kam die Krise. Die Fahrerkabine wurde von den übrigen Reisenden abgeschirmt. Ein Sommer später geht der Vorhang wieder auf, doch die Kasse ist verschwunden: Bei den Berliner Verkehrsbetrieben müssen Kinder, Barzahler und Senioren schauen, wo sie bleiben.

Nicht nur in Berlin. An anderen Orten geschah dasselbe: Das Busunternehmen Adventure Travel aus Wales wollte plötzlich kein Bargeld mehr annehmen, in den Stadtbussen Madrids kann man nicht mehr bar bezahlen. Die Regierung in Kenia sah die ideale Gelegenheit gekommen, das Bargeld aus den Sammeltaxis zu verbannen: 200.000 Matatus sollen mit digitalen Bezahlsystemen ausgerüstet werden. Danach