Einige glauben, dass dies ein Hinweis auf Entvölkerung ist.
Steve Watson
Ein viraler X-Beitrag hat eine neue Welle der Aufmerksamkeit auf das weitreichende Netzwerk mächtiger Kontakte von Jeffrey Epstein ausgelöst und rückt dabei einen E-Mail-Austausch aus dem Jahr 2011 in den Fokus, von dem einige behaupten, er zeige den beiläufigen Ton, mit dem Eliten über Themen der Bevölkerungskontrolle sprachen.
Die Nachricht, entnommen aus Veröffentlichungen des US-Justizministeriums zu Epsteins Dokumenten, zeigt den Hollywood-Produzenten Barry Josephson, der sich direkt an Epstein wendet und dabei auf eine Frage verweist, die Epstein offenbar Bill Gates gestellt habe:
„Wie werden wir die armen Menschen als Ganzes los?“
Josephson erklärt anschließend, er habe „eine Antwort“, bevor das Gespräch zu einer 16-jährigen „Nichte“ Epsteins übergeht – mit Fokus auf ihr Alter, ihren Aufenthaltsort in New York und die Kontaktdaten ihrer Mutter – offenbar, damit Josephson prüfen konnte, sie in ein Filmprojekt einzubinden.
Horrific.
— Liz Churchill (@liz_churchill10) February 5, 2026
“I've been thinking a lot about that question that you asked Bill Gates, ‘How do we get rid of poor people as a whole’…and I have an answer…” -Director Barry Josephson to Jeffrey Epstein.
10 years later…Bill Gates demanded that the entire World be ‘vaccinated’… pic.twitter.com/Byt7kk5zSd
Der vollständige Thread, abrufbar im DOJ-Datensatz 9 (EFTA01157206.pdf), zeigt den Austausch als eine einzige zusammenhängende E-Mail-Kette. Josephson eröffnet mit der Bemerkung zur Bevölkerung, wechselt dann nahtlos zu beruflichen Gefälligkeiten im Zusammenhang mit Epsteins junger „Verwandter“. Eine weitere Ausführung der angeblichen „Antwort“ ist in den sichtbaren E-Mails nicht enthalten.
Full e-mail thread
— Canadian Republican 🇨🇦 🇺🇲 (@Cad_Republican) February 5, 2026
Source: https://t.co/l7LUtKxvCo pic.twitter.com/g6vSPCZBeY
Der X-Thread, der die E-Mail von 2011 öffentlich machte, stellt den Austausch als direkten Beweis für koordinierte Überlegungen zur Bevölkerungsreduktion unter Milliardären und ihren Unterstützern dar. In den Reaktionen wurde rasch eine Verbindung zu Gates’ intensiver weltweiter Werbung für COVID-19-Impfstoffe hergestellt, wobei Nutzer Rechenschaft forderten und die gesamte Episode als „schrecklich“ bezeichneten.
Der Beitrag verzeichnete innerhalb weniger Stunden Zehntausende Interaktionen, was das anhaltende öffentliche Misstrauen gegenüber nicht rechenschaftspflichtigen globalen Akteuren widerspiegelt.
Kritiker der viralen Darstellung weisen darauf hin, dass die E-Mail nicht zeigt, dass Gates selbst diese Worte geschrieben habe, noch offenbart sie einen konkreten Plan – lediglich Josephsons Hinweis auf ein früheres Gespräch zwischen Epstein und Gates. Dennoch unterstreicht die beiläufige Art, mit der ein solches Thema aufkommt, unmittelbar gefolgt von der Diskussion, ein junges Mädchen für „Arbeit“ in Epsteins Umfeld zu platzieren, die groteske Normalität, die in diesen Kreisen herrschte.
Andere merken an, es könne sich auch um eine schlecht formulierte Paraphrase einer Frage wie „Wie beenden wir Armut?“ handeln.
Öffentliche Aufzeichnungen und frühere Veröffentlichungen aus den Epstein-Akten bestätigen wiederholte Kontakte zwischen Josephson und Epstein. Im Jahr 2015 etwa stellte Epstein Josephson eine Filmidee vor, die Männer verteidigen sollte, die „fälschlich“ sexuellen Fehlverhaltens beschuldigt worden seien, und nannte dabei Bill Cosby und Prinz Andrew als Inspiration. Josephson beteiligte sich an der Entwicklung des Drehbuchs.
Bill Gates’ dokumentierte Beziehung zu Epstein ist gut belegt. Gates hat eingeräumt, Epstein nach dessen Verurteilung im Jahr 2008 mehrfach getroffen zu haben, und bezeichnete dies später als „Fehler“, der aus der Hoffnung auf philanthropische Zusammenarbeit entstanden sei.
Gates hat wiederholt dafür plädiert, das globale Bevölkerungswachstum durch bessere Gesundheitsversorgung und Impfungen zu senken – Aussagen aus seinem TED-Vortrag von 2010, in dem er erklärte, verbesserte Impfstoffe könnten die Bevölkerung um 10 bis 15 Prozent senken, kursieren weiterhin weit verbreitet.
Epsteins Akten fördern auch Jahre nach seinem Tod fortlaufend neue Enthüllungen zutage und zeigen immer wieder, wie Milliardäre, Produzenten, Akademiker und Politiker ihn als nützlichen Knotenpunkt in ihren Netzwerken betrachteten. Gates’ Stiftung investierte Milliarden in globale Gesundheitsinitiativen, von denen Kritiker sagen, sie konzentrierten Macht in den Händen nicht gewählter Akteure. Hollywoods Bereitschaft, Epsteins Verbrechen zugunsten möglicher Karrierevorteile zu übersehen, fügt sich in ein branchenübergreifend beobachtbares Muster ein.
Diese Einblicke in die Hinterkanäle der Eliten dienen als deutliche Mahnung. Gewöhnliche Bürger – genau jene Menschen, über die in abstrakten Begriffen gesprochen wird – haben jedes Recht, vollständige Transparenz, gründliche Prüfung philanthropischer Imperien und Konsequenzen für jene zu fordern, die menschliches Leben als Datenpunkte oder Casting-Gelegenheiten betrachteten.
Der eigentliche Skandal ist nicht nur eine einzelne E-Mail. Es ist die Normalisierung solcher Gespräche unter jenen, die Politik, Unterhaltung und „globale Gesundheit“ prägen, ohne jemals zur Verantwortung gezogen zu werden. Mit dem Auftauchen weiterer Dokumente wird der Druck auf echte Aufsicht – nicht auf bloße symbolische Erklärungen oder Pressemitteilungen von Stiftungen – weiter zunehmen.


