Tyler Durden
Chinesische Unternehmen für humanoide Robotik konzentrieren sich mit Laserfokus auf die Weiterentwicklung von „Robotergehirnen“ für Plattformen der nächsten Generation, die bereits in die Serienproduktion gehen und noch in diesem Jahr in Fabrikhallen Einzug halten sollen. Sobald diese intelligenten Modelle über geskriptete Video-Stunts hinausgehen – wie wir sie alle aus Werbevideos kennen – und echte Autonomie in der realen Welt erreichen, werden die Systeme zu einsatzfähigen Dual-Use-Robotern für das Gefechtsfeld.
Die Shanghai Morning Post berichtet, dass das in China ansässige Robotikunternehmen Dobot das Modell Dobot-VLA entwickelt hat – ein Vision-Language-Action-Modell, das es seinem humanoiden Roboter in Originalgröße, Atom, ermöglicht, Aufgabengruppen „zu durchschauen“, mehrdeutige Anweisungen zu „verstehen“ und autonome Entscheidungen zu treffen, um „die Arbeit zu erledigen“.
„[Diese] Fähigkeit, sich auf Grundlage eines Verständnisses der Umgebung autonom anzupassen, ist der Ausgangspunkt dafür, dass humanoide Roboter in industriellen Anwendungen Wert schaffen“, sagte das Unternehmen der South China Morning Post.
Der Konkurrent UBTech hat sein humanoidfokussiertes multimodales Modell „Thinker“ auf GitHub und Hugging Face als Open Source veröffentlicht, mit dem Ziel, gängige Probleme verkörperter Roboter wie Latenzen und räumliche Ungenauigkeiten zu adressieren.
UBTech beansprucht starke Benchmark-Ergebnisse im Vergleich zu Modellen von Nvidia und ByteDance und berichtet bei bestimmten Aufgaben auf dem Fabrikboden – etwa dem Bewegen von Kisten und dem Sortieren von Bauteilen – mit seinem humanoiden Roboter „Walker S2“ von nahezu perfekter Leistung (99,9 %).
Die SCMP merkte an: „Chinas Robotikbranche beschleunigt den Übergang von physischen Stunts, die auf vorprogrammierten Routinen beruhen, hin zu anspruchsvollen Fähigkeiten, die Lernen und Anpassung in der realen Welt erfordern – was als entscheidend für eine breite kommerzielle Einführung in der Fertigung und anderen Einsatzszenarien gilt.“
Das übergeordnete Thema ist, dass humanoide Robotergehirne in atemberaubendem Tempo entwickelt werden, was darauf hindeutet, dass diese Roboter in sehr naher Zukunft in Fabrikhallen marschieren werden – nicht nur in China, sondern auch in der westlichen Welt, beginnend noch in diesem Jahr.

Wir haben die Leser bereits gewarnt, dass „humanoide Roboter ihren Marsch auf Montagelinien und darüber hinaus beginnen“, was bedeutet, dass einige dieser Systeme Dual-Use-fähig sein könnten und bald auf polygonalen Waffentestgeländen in der Ukraine auftauchen könnten – mit möglichem Einsatz auf dem Gefechtsfeld noch in diesem Jahr, falls es bis zum Frühjahr keinen Friedensdeal gibt. Dasselbe könnte auch für Russland gelten, dessen Streitkräfte womöglich bald mit chinesischen Robotern experimentieren.


