Unabhängige News und Infos

Impf-Flop! Fast die Hälfte der US-Marines haben die Impfung abgelehnt, nun versucht man sie verpflichtend zu machen
© Reuters / Mike Blake

Impf-Flop! Fast die Hälfte der US-Marines haben die Impfung abgelehnt, nun versucht man sie verpflichtend zu machen

Wie neue Daten zeigen, haben knapp 40 Prozent der Mitglieder vom Marine Corps sich geweigert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Diese Zahlen wurden nun veröffentlicht, da demokratische Gesetzgeber darauf drängen, den Impfstoff für Soldaten verpflichtend zu machen.

Etwa 75.500 Marines haben am Donnerstag der Impfung zugestimmt, während rund 48.000 die Impfung abgelehnt haben, so ein Bericht von CNN unter Berufung auf Zahlen die von der Branche zur Verfügung gestellt wurden. Das setzt die Rate für die Impfverweigerer auf 38,9 % fest, etwas höher als die 33 % die vorher vom Militär eingeschätzt wurden.

Der Sprecher der Marines, Oberst Kelly Frushour, erklärte, dass die Marines die Impfung aus einer Reihe von Gründen verweigern können, einschließlich der Möglichkeit, dass andere in priorisierten Gruppen die Impfung zuerst erhalten sollen. Auch Allergien gegen den Impfstoff oder den Erhalt der Impfung durch andere, nicht-militärische Mittel sind eine Möglichkeit.

Frushour betonte die Notwendigkeit, unter den Soldaten „Vertrauen in den Impfstoff aufzubauen“ und fügte hinzu, dass Impfverweigerer „jederzeit ihre Meinung ändern und sich impfen lassen können, wenn sich die nächste Gelegenheit ergibt.“

Weitere rund 102.000 Marines, darunter Soldaten im aktiven Dienst und Reservisten, stehen noch in der Warteschlange für die Impfung und hatten noch keine Gelegenheit sich für oder gegen eine Impfung zu entscheiden.

Die Rate für die Ablehnung war auf bestimmten Militärbasen viel höher, wie z.B. in Camp Lejeune, einer großen Marine-Basis in North Carolina, in der sich 57 % der Soldaten geweigert haben, sich impfen zu lassen

Da jeder der in den USA eingeführten Impfstoffe gegen das Coronavirus nur eine Notfallzulassung erhalten hat, darf das Militär derzeit die Impfung nicht vorschreiben, daher drängen nun einige im Kongress die Biden-Administration dies zu ändern.

In einem Brief, der letzten Monat an das Weiße Haus geschickt wurde, argumentierte eine Gruppe von demokratischen Gesetzgebern unter der Leitung des kalifornischen Abgeordneten Jimmy Panetta, dass ungeimpfte Soldaten eine „kritische Bedrohung für unsere nationale Sicherheit und die öffentliche Gesundheit“ darstellen, und forderte den Präsidenten auf, eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen, die diese Regeln außer Kraft setzt die dann keine „informierte Zustimmung“ der Truppen mehr benötigt.

„Die Impfung jedes infrage kommenden Soldaten wird die Einsatzbereitschaft verbessern und einen unmittelbaren und positiven Einfluss auf die Gemeinden haben, in denen sie dienen“, schrieb Panetta in dem Brief, der von sechs Demokraten des Repräsentantenhauses mitunterzeichnet wurde.

Die Vorschrift des Verteidigungsministeriums, vor der Impfung eine informierte Zustimmung einzuholen, ist nicht nur schädlich für unsere nationale Sicherheit, sondern widerspricht auch den besten Interessen der Service-Mitglieder, ihrer Familien, Gemeinden und Kollegen.

Service-Mitgliedern ist es nicht gestattet, andere von den Behörden vollständig genehmigte Impfungen abzulehnen.

Andere Umfragedaten legen nahe, dass etwa 25 % der Amerikaner insgesamt nicht bereit sind, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.