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Indonesien: Dutzende von geimpften Mitarbeitern im Gesundheitswesen im Krankenhaus
Mladen Antonov/AFP via Getty Images

Indonesien: Dutzende von geimpften Mitarbeitern im Gesundheitswesen im Krankenhaus

Mehr als 350 Ärzte und Krankenschwestern aus Indonesien wurden mit Sinovac, dem chinesischen Corona-Impfstoff, vollständig geimpft. Dutzende von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Die meisten Mitarbeiter im Gesundheitswesen haben keine Symptome und wurden zu Hause unter Quarantäne gestellt. Dutzende von geimpften Pflegekräften landeten mit hohem Fieber und niedriger Sauerstoffsättigung im Krankenhaus.

Die Pflegekräfte waren unter den ersten, die im Januar gegen Corona geimpft wurden. Fast alle Pflegekräfte erhielten den Corona-Impfstoff von der chinesischen Biopharma-Firma Sinovac, schreibt Reuters.

Obwohl die Zahl der indonesischen Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die an Corona sterben, stark zurückgegangen ist, sagen Gesundheitsexperten, dass die Krankenhauseinweisungen Anlass zur Sorge geben. In Indonesien sind mindestens fünf Ärzte und eine Krankenschwester gestorben, obwohl sie geimpft waren. Einer von ihnen hatte nur die erste Impfung bekommen.

In Kudus in der Provinz Zentraljava ist ein Arzt gestorben, aber es wird vermutet, dass er eine Grunderkrankung hatte. Der Radiologe Prijo Sidipratomo sagte gegenüber Reuters, dass im vergangenen Monat mindestens sechs Ärzte in das Krankenhaus eingeliefert wurden, die bereits geimpft worden waren. Einer von ihnen liegt Berichten zufolge jetzt auf der Intensivstation.

In Serbien ergab eine klinische Studie, dass 30 Prozent der über 65-Jährigen nach der Impfung mit Sinovac keine Antikörper hatten. Serbien ist das erste europäische Land, das chinesische Impfstoffe einsetzt.

Die Regierung von Hongkong hat kürzlich einen Sicherheitsbericht über Corona-Impfstoffe veröffentlicht, so ein Bericht vom öffentlichen Sender RTHK in Hongkong. Der Bericht zeigt, dass Dutzende von Todesfällen und 87 Fälle von Gesichtslähmung mit Impfungen in Hongkong in Verbindung gebracht werden können. Die Hälfte der Patienten erhielt Sinovac, die andere Hälfte den chinesischen BioNTech-Impfstoff.

Der Bericht warnt vor einem möglichen Zusammenhang zwischen den chinesischen Impfstoffen und Gesichtslähmungen. Die Universität von Hongkong wird die Fälle weiter untersuchen.