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Iran greift US-Kriegsschiff und UAE an – Dringende Warnung an Trump und der Tsunami kommt

Analyse von Larry Johnson und Col. Lawrence Wilkerson

In einer aktuellen Folge der Sendung mit Joe Danny High diskutieren der ehemalige CIA-Analyst Larry Johnson und der pensionierte Army-Colonel sowie ehemalige Stabschef von Colin Powell, Lawrence Wilkerson, die jüngsten Eskalationen im Nahen Osten. Das Gespräch beleuchtet die Angriffe Irans auf ein US-Patrouillenboot im Golf von Hormus und einen Drohnen- bzw. Raketenangriff auf die Hafen- und Industriezone von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Die Experten interpretieren diese Ereignisse als direkte Reaktion Irans auf Trumps „Project Freedom“ und als Warnsignal, dass der Konflikt keineswegs beendet ist.

Die Ereignisse der letzten Stunden und Tage

Laut Berichten iranischer Medien hat Iran ein US-Navy-Patrouillenboot angegriffen, das die neuen Navigationsregeln im Straße von Hormus verletzt haben soll. Nur Stunden später brach ein Frachtschiff vor der Küste der VAE in Brand, und in Fujairah wurde ein massiver Brand in der Erdöl-Industriezone gemeldet – verursacht durch Drohnen oder Cruise Missiles. Iran positioniert diese Aktionen als klare Warnung an die USA: Das von Donald Trump ausgerufene „Project Freedom“ zur Sicherung der Schifffahrtsfreiheit verletzt den Waffenstillstand und stellt eine Provokation dar.

Die Gäste sind sich einig: Der Krieg ist neu entfacht. Larry Johnson bezeichnet Trumps Vorgehen als Täuschungsmanöver, um das War Powers Act zu umgehen. Nach 60 Tagen hätte der Kongress über die Fortsetzung des Krieges entscheiden müssen. Stattdessen erklärte Trump den vorherigen Einsatz („Operation Epic Fury“) für beendet und startete sofort eine neue Operation. Johnson kritisiert dies als „Travestie“ und rechtlich fragwürdig, da die Truppen bereits seit über 64 Tagen im Einsatz sind.

Warum „Project Freedom“ zum Scheitern verurteilt ist

Die Experten erklären detailliert, was es bedeuten würde, die Straße von Hormus wirklich „offen“ zu halten. Iran verfügt über Minen, Unterwasser-Drohnen, U-Boote, Überwasser-Drohnen, Luftdrohnen, Küsten-Verteidigungs-Raketen sowie Kurz- und Mittelstreckenraketen. Um diese Bedrohungen zu eliminieren, bräuchte es eine massive Land- und Seestreitmacht mit erheblichen Verlusten. Eine Bodenoffensive müsste 150–200 Meilen tief nach Iran vordringen – ein Szenario, das militärisch unrealistisch ist.

Colonel Wilkerson ergänzt, dass der Verkehr zuvor unter iranischer „Überwachung“ weitgehend floss. Die US-Erklärung, etwas zu tun, was sie nicht erfüllen können, schade der Glaubwürdigkeit und der Weltwirtschaft massiv (Ölpreise, globale Lieferketten). JD Vance soll intern eine ähnlich nüchterne Einschätzung abgegeben haben.

Irans Stärke und einheitliche Führung

Im Gegensatz zu westlichen Narrativen von innerer Zerrissenheit betont Johnson die hohe Einheit der iranischen Führung. Präsident Pezeshkian, Außenminister Araghchi, Parlamentspräsident und Ayatollah Khamenei – viele stammen aus der IRGC und haben den blutigen Iran-Irak-Krieg (1980–1988) gemeinsam erlebt. Diese „Kameradschaftsbindung“ schaffe eine stärkere Kohäsion als je zuvor in 46 Jahren Islamischer Republik.

Iran hat seinen 10-Punkte-Plan auf 14 Punkte erweitert und verschärft: Keine Verhandlungen über das Atomprogramm ohne soliden Friedensvertrag. Iran behält sich alle Rechte als NPT-Unterzeichner vor. Die Gäste sehen Iran klar im Vorteil: Es kontrolliert die Straße de facto und kann entscheiden, wer passieren darf.

US-Propaganda und Realität auf dem Boden

Johnson und Wilkerson kritisieren die Berichterstattung von CENTCOM scharf. Behauptungen, sechs iranische Schnellboote zerstört zu haben, werden als Propaganda enttarnt – die iranische Marine sei ohnehin bereits stark geschwächt gewesen. Die USA leugnen eigene Verluste (z. B. Schäden an der USS Abraham Lincoln, Feuer auf Schiffen, ausgefallene Navigationssysteme), während sie gleichzeitig Erfolge übertreiben.

Trump selbst twitterte, alles sei „100 % operational“, Iran „komplett zerstört“. Die Realität: Keine freie Schifffahrt, steigende Spannungen und ein drohender Wirtschaftsschock.

Wirtschaftliche Folgen – der Tsunami kommt

Die Gäste warnen eindringlich vor den globalen wirtschaftlichen Auswirkungen:

Verlust von ca. 20 % der Weltölversorgung.
Ausfälle bei Düngemitteln (Urea 35 %), Flüssigerdgas (25 %), Helium, Schwefelsäure.
Bereits jetzt steigen Benzinpreise spürbar (in Florida +50 Cent in Tagen, in Kalifornien bis 6,60 USD/Gallone).
Spotmarkt-Preise für reales Öl liegen deutlich höher als manipulierte Futures.

Larry Johnson vergleicht die Situation mit einem Tsunami: Die anfängliche „Ruhe“ (sinkende Wasserlinie) täuscht – die Flutwelle rollt bereits herein. Die Trump-Administration unterschätze die Kettenreaktion massiv.

Die Lage in Israel und Netanjahus Rolle

Colonel Wilkerson beschreibt Netanyahu als Mann, der über eine Klippe läuft und in der Luft hängt. Israel verliere in Libanon massiv (Personal, Material, Moral), die PTSD- und Suizidraten seien extrem hoch. Die IDF verschleiere Verluste. Gleichzeitig eskaliere die Gewalt im Westjordanland. Wilkerson sieht Israel und die USA in einer selbstverschuldeten Isolation.

US-Imperium im Niedergang?

Beide Gäste sehen in der aktuellen Politik Zeichen eines imperialen Niedergangs:

Mangel an Verbündeten (selbst Südkorea wird vergeblich um Hilfe gebeten).
Erschöpfte Waffenvorräte (Patriot-Raketen, Rare Earth Minerals aus China).
Explodierende Staatsverschuldung.
Isolation gegenüber China und Russland, die Iran offen unterstützen.
Interne Desillusionierung im Pentagon.

China ignoriert US-Sanktionen explizit. Putin warnte vor Bodentruppen in Iran. Die USA produzieren teure, minderwertige Waffensysteme (z. B. Dark Eagle), während Gegner effizienter agieren. Wilkerson verweist auf die korporative Militärindustrie seit dem Zweiten Weltkrieg – „schlechte Produkte zu hohen Preisen“.

Trump halte „keine Karten“ in der Hand, wie Johnson betont: Die USA brauchen von China mehr als umgekehrt. Memes und Informationsoperationen Irans zeigen zudem, wie sehr die narrative Kontrolle verloren geht.

Fazit der Diskussion

Das Gespräch endet mit einem ernüchternden Ausblick: Die USA und Israel stecken in einer strategischen Sackgasse, die sie durch weitere Eskalation (mögliche neue Angriffe innerhalb von 24 Stunden) noch verschärfen. Statt Deeskalation droht eine Spirale aus wirtschaftlichem Schmerz, militärischen Verlusten und politischer Isolation. Für die amerikanische Bevölkerung bedeute dies vor allem steigende Preise und sinkende Lebensqualität – bei gleichzeitiger Erosion internationaler Glaubwürdigkeit.

Johnson und Wilkerson plädieren implizit für eine ehrliche Bestandsaufnahme und einen geordneten Rückzug, statt weiterer „Sunk-Cost-Fallacy“. Ob die Trump-Administration dazu in der Lage ist, bleibt offen. Die nächsten Tage und Wochen dürften entscheidend sein – nicht nur für den Nahen Osten, sondern für die globale Ordnung.