Kriege zwischen Staaten entstehen nie aus dem Nichts, wie die Polit- und Medieneliten uns vorgaukeln wollen. Putin hat vor vier Jahren nicht aus einer bösen Laune heraus einen Krieg in der Ukraine angefangen. Ebenso haben die aktuellen US‑Kriegsvorbereitungen gegen Iran eine lange Vorgeschichte.
Von Rainer Rupp
Der politische Hintergrund
Ausschlaggebend für die Entwicklung in Iran nach dem Zweiten Weltkrieg war die US-Deklaration Anfang der 50er Jahre, dass der Raum um den Persischen Golf „von vitalem Interesse“ für die Sicherheit der Vereinigten Staaten ist. Dies ist die höchstmögliche Sicherheitseinstufung und bedeutet, dass Washington seither unter jedem US-Präsidenten bereit war, sowohl mit sogenannten „verdeckten Operationen“ als auch mit offener militärischer Gewaltanwendung die Kontrolle der USA über diese Region mit allen Mitteln zu „verteidigen“. Mit dem von den USA initiierten Sturz des ersten, demokratisch gewählten, iranischen Ministerpräsidenten Mohammed Mossadegh und der anschließenden Einsetzung des US-hörigen, tyrannischen Folterregimes des „Schahs von Persien“, des ehemaligen Unteroffiziers Mohammed Reza Pahlavi, hatten die USA 1953 mit großer Brutalität ihren Anspruch


