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Israel erklärt Teile von Rafah zur Todeszone – Rückkehr für Palästinenser verboten

„Nichts mehr zu zerstören“ – Israel erklärt Teile von Rafah zur Todeszone

Israel plant, Rafah und angrenzende Viertel – etwa ein Fünftel des Gazastreifens – dauerhaft in eine militärische Pufferzone zu integrieren. Rückkehr für Zivilisten ist untersagt, der Abriss sämtlicher Gebäude wird erwogen.

Das Gebiet war einst Heimat von 200.000 Palästinensern, ist nach massiven Bombardierungen weitgehend entvölkert. Nach einem Waffenstillstand wurde die restliche Bevölkerung in sogenannte humanitäre Zonen evakuiert.

Reservisten äußern scharfe Kritik: „Wir werden geschickt, um zu zerstören, was längst zerstört ist“, so ein Kommandant mit über 240 Einsatztagen. Andere Soldaten berichten von einem regelrechten Wettbewerb um Zerstörung, mit farbkodierten Karten zur Dokumentation.

Die Einsatzregeln seien unklar – Bewegungen würden willkürlich als Bedrohung gewertet, auf Zivilisten werde geschossen. Ein Offizier schilderte, wie hungernde Palästinenser auf Nahrungssuche getötet wurden, weil sie verdächtige „Säcke“ bei sich trugen.

Ein Soldat zieht das ernüchternde Fazit: „Die IDF setzt den öffentlichen Willen um – den Willen, der sagt: Es gibt keine Unschuldigen in Gaza.“