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Laut UN steigen die Lebensmittelpreise weltweit weiter an und erreichen nun ein 7-Jahres-Hoch
© Pexels.com / Flo Maderebner

Laut UN steigen die Lebensmittelpreise weltweit weiter an und erreichen nun ein 7-Jahres-Hoch

Ein neuer Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zeigt, dass die weltweiten Preise für Nahrungsmittel im März gestiegen sind und damit den zehnten monatlichen Anstieg in Folge verzeichnen.

Der FAO-Lebensmittelpreisindex, der die monatlichen Veränderungen der internationalen Preise für häufig gehandelte Lebensmittel erfasst, lag im März bei durchschnittlich 118,5 Punkten, 2,1 % höher als im Februar und erreichte den höchsten Stand seit Juni 2014.

Nach Angaben der FAO wurde der Anstieg im März vom Preisindex für Pflanzenöl angeführt, der gegenüber dem Vormonat um 8 % anstieg und damit ein fast 10-Jahres-Hoch erreichte, „wobei die Preise für Sojaöl stark anstiegen, was zum Teil auf die Aussicht auf eine feste Nachfrage aus dem Biodieselsektor zurückzuführen ist.“

Der Preisindex für Molkereiprodukte stieg im Vergleich zum Februar um 3,9 %, wobei „die Butterpreise durch ein etwas knappes Angebot in Europa in Verbindung mit einer erhöhten Nachfrage in Erwartung einer Erholung des Food-Service-Sektors gestützt wurden.“ Die Preise für Milchpulver stiegen ebenfalls, unterstützt durch einen Anstieg der Importe in Asien, insbesondere in China, aufgrund der rückläufigen Produktion in Ozeanien und der knappen Verfügbarkeit von Schiffscontainern in Europa und Nordamerika.

Der Preisindex für Fleisch zeigte dem Bericht zufolge einen Anstieg von 2,3 % gegenüber Februar. Die Landwirtschaftsorganisation wies darauf hin, dass Importe aus China und ein Anstieg der internen Verkäufe in Europa vor den Osterfeiertagen die steigenden Geflügel- und Schweinefleischnotierungen unterstützten.

Im Gegensatz dazu sank der Getreidepreisindex um 1,8%, ist aber immer noch 26,5% höher als im März 2020, so der Bericht: „Die Exportpreise für Weizen gingen am stärksten zurück, was die allgemein gute Versorgung und die günstigen Produktionsaussichten für die Ernte 2021 widerspiegelt. Auch die Preise für Mais und Reis gingen zurück, während die für Sorghum stiegen.“