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Lawrow kritisiert Zelenskys “hysterische” Forderung nach Unterstützung bei Gesprächen mit der Schweiz

Lawrow kritisiert Zelenskys “hysterische” Forderung nach Unterstützung bei Gesprächen mit der Schweiz

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat erklärt, der ukrainische Präsident habe bei Gesprächen mit ausländischen Diplomaten in Kiew über die bevorstehende “Friedenskonferenz” in der Schweiz nachdrücklich um Unterstützung für seine “Friedensformel” gebeten.

Der russische Spitzendiplomat enthüllte, dass der ukrainische Präsident im Vorfeld einer “Friedenskonferenz”, die nächsten Monat in der Schweiz stattfinden soll, “hysterisch” die Unterstützung anderer Nationen für seine vorgeschlagene “Friedensformel” gefordert habe.

“Wir haben Informationen – wir haben die Möglichkeit, Informationen zu erhalten, die normalerweise nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Ende April, als er diese Idee [Zelenskys ‘Friedensformel’] mit ausländischen Diplomaten in Kiew diskutierte, forderte Zelenski nach Aussagen einiger Teilnehmer, die größtenteils chaotisch improvisierten, fast hysterisch Unterstützung für seine Friedensformel als Mittel, um Russland in die Knie zu zwingen”, sagte Sergej Lawrow auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen der SCO-Außenminister in Kasachstan.

Zuvor hatte der Pressesprecher der russischen Botschaft in Bern, Wladimir Chochlow, gegenüber Sputnik erklärt, dass die Schweiz Russland nicht zum Gipfel eingeladen habe und Moskau ohnehin nicht teilnehmen werde. Die viel propagierte Idee einer Friedenskonferenz sei für Russland inakzeptabel, da es sich um einen weiteren Versuch handele, die undurchführbare ‘Friedensformel’ durchzusetzen, die die russischen Interessen ignoriere.

Kremlsprecher Dmitrij Peskow erklärte seinerseits, dass der Verhandlungsprozess über die Ukraine ohne die Beteiligung Russlands sinnlos sei, man aber verstehen müsse, welche Friedensformel auf dem Gipfel in der Schweiz diskutiert werde.

Moskau hat wiederholt seine Bereitschaft zu Verhandlungen erklärt, doch Kiew hat diese per Gesetz verboten. Der Westen fordere Russland zu Verhandlungen auf, ignoriere aber gleichzeitig die anhaltende Weigerung Kiews, sich auf einen Dialog einzulassen. Zuvor hatte der Kreml erklärt, dass es derzeit keine Vorbedingungen für eine friedliche Lösung der Situation in der Ukraine gebe und Russlands absolute Priorität darin bestehe, die Ziele der Sonderoperation zu erreichen, was derzeit nur mit militärischen Mitteln möglich sei. Kremlbeamte erklärten, dass sich die Situation in der Ukraine nur dann in Richtung Frieden entwickeln könne, wenn die faktische Situation und die neuen Umstände berücksichtigt würden, und dass alle Forderungen Moskaus bekannt seien.