Peter Haisenko
Das deutsche Rentensystem hat nun 130 Jahre zuverlässig überdauert, weil es kein kapitalbildendes System ist. Seit es die BRD gibt, wird unablässig daran gearbeitet, Altersvorsorge auf private Konzerne umzuleiten. Kanzler Merz ist der erste, der das nun per Gesetz in die Endphase bringen will.
Im Rentenreformgesetz sind etliche Punkte angeführt, die Verzicht von Rentnern fordern. Ich gehe hier nur auf einen Punkt ein, aber der ist essentiell: Der Anteil an Einnahmen der Rentenanstalt, der in den privaten Kapitalmarkt fließen soll. Der Plan ist, den Rentenbeitrag um vier Prozentpunkte zu erhöhen, je zur Hälfte von Arbeitnehmern und -Gebern zu entrichten. Zwei mal zwei Prozentpunkte. Praktisch heißt das, dass der Rentenbeitrag von 18,6 Prozent auf 20,6 ansteigen wird und die Arbeitgeber auch mit zusätzlichen zwei Prozent belastet werden. Dieser Beitragsanstieg wird nicht zu sofortigen Steigerungen der Renten führen. Das wiederum bedeutet, dass sofort mehr für die Rentenkasse zur Verfügung stehen wird, die Rentner selbst aber keine Rentenerhöhung

