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MIT-Professor warnt vor möglichem Risiko in der Frühschwangerschaft: Daten deuten auf deutlich erhöhte Totgeburtenrate nach COVID-19-Impfung hin

Der US-amerikanische MIT-Professor Retsef Levi hat in einem Interview mit Dana Parish eine brisante Einschätzung zur COVID-19-Impfung in der Frühschwangerschaft abgegeben. Auf Grundlage eigener Datenanalysen komme er zu dem Schluss, dass Impfungen im ersten Trimester mit einem signifikant erhöhten Risiko für fetale Sterblichkeit verbunden sein könnten.

Levi, Mitglied des Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP), einem Beratungsgremium der Centers for Disease Control and Prevention, das dem US-Gesundheitsministerium unter Robert F. Kennedy Jr. untersteht, analysierte gemeinsam mit Kollegen Datensätze geimpfter schwangerer Frauen aus der Pandemiezeit.

Vier zusätzliche Totgeburten pro 100 Schwangerschaften

Die Auswertung unterscheidet zwischen Erst-, Zweit- und Drittimpfungen, zeigt jedoch laut Levi ein konsistentes Muster unabhängig von der Dosiszahl: Wurde zwischen der 8. und 13. Schwangerschaftswoche geimpft, trat eine deutlich höhere Zahl von Totgeburten auf als statistisch zu erwarten gewesen wäre. Levi beziffert die Abweichung auf rund vier zusätzliche Totgeburten pro 100 Schwangerschaften und spricht von einem „sehr beunruhigenden Befund“.

Effekt auf das erste Trimester begrenzt

Auffällig sei, dass dieser Effekt ausschließlich im ersten Trimester beobachtet wurde. Bei Impfungen im zweiten Trimester habe sich der Zusammenhang nicht gezeigt. Levi führt dies unter anderem auf den sogenannten „Healthy Vaccinee Effect“ zurück – den Umstand, dass Personen, die sich impfen lassen, im Durchschnitt gesünder sind als jene, die darauf verzichten.

Das erste Trimester gilt medizinisch als die sensibelste Phase der Schwangerschaft, in der äußere Einflüsse besonders tiefgreifende Auswirkungen auf die Entwicklung des Fötus haben können.

Kritik an fehlenden Sicherheitsstudien

Levi sieht in den Ergebnissen ein klares Alarmsignal und fordert weitergehende Untersuchungen. Besonders kritisch bewertet er das Fehlen randomisierter kontrollierter Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit der COVID-19-Impfstoffe in der Schwangerschaft. „Solche Studien hat es nie gegeben – und genau das ist das grundlegende Problem“, so Levi.

Hürden bei der Veröffentlichung

Nach Angaben des MIT-Professors seien viele Gynäkologen und Geburtshelfer mit diesen Daten bislang nicht vertraut. Sein Forschungsteam versuche seit geraumer Zeit, die Analyse in Fachzeitschriften zu publizieren, sei jedoch mehrfach abgelehnt worden. Zum Zeitpunkt des Interviews befand sich das Manuskript erneut im Begutachtungsprozess.

Die Aussagen dürften die Debatte über Impfempfehlungen in der Schwangerschaft neu anfachen – insbesondere vor dem Hintergrund, dass Entscheidungen in der Pandemie vielfach ohne belastbare klinische Sicherheitsdaten für diese besonders vulnerable Gruppe getroffen wurden.