Am 6. August 2025 wurde im Fachjournal Vaccine (ScienceDirect, DOI: S0264410X25008503) eine neue Studie veröffentlicht, die die gesundheitlichen Reaktionen von 3.805 Beschäftigten im Gesundheitswesen nach einer COVID-19-Impfung untersucht. Die Ergebnisse zeichnen ein deutliches Bild über die Belastungen, die mit der Impfung einhergingen – und werfen Fragen zur Arbeitsfähigkeit unmittelbar nach der Verabreichung auf.
Hohe Krankheitsausfälle nach Impfung
Laut der Untersuchung berichtete ein erheblicher Anteil der Teilnehmer, sich nach der COVID-19-Impfung so krank gefühlt zu haben, dass sie sich von der Arbeit freinehmen mussten. Die Beeinträchtigungen waren teils so stark, dass die reguläre Ausübung der Tätigkeit für mehrere Tage nicht möglich war.
Vielfältige Symptome dokumentiert
Zu den in der Studie erfassten Symptomen gehörten unter anderem:
- Menstruationsstörungen
- Ischiasschmerzen
- Mundtrockenheit
- Herzprobleme – konkret bei 17 dokumentierten Personen
Diese Nebenwirkungen traten in unterschiedlicher Häufigkeit auf, zeigten jedoch, dass die Bandbreite der Impfreaktionen weit über die bekannten kurzfristigen Beschwerden wie Fieber oder Armschmerzen hinausging.
Besondere Relevanz für das Gesundheitswesen
Da es sich bei allen Teilnehmern um Beschäftigte im Gesundheitswesen handelt, sind die Ergebnisse besonders brisant: Krankheitsbedingte Ausfälle in dieser Berufsgruppe können direkte Auswirkungen auf die Patientenversorgung und den Betrieb von Kliniken und Praxen haben.
Fazit und offene Fragen
Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass ihre Ergebnisse nicht nur medizinisch, sondern auch organisatorisch relevant sind. Eine angepasste Einsatzplanung und präventive Maßnahmen könnten helfen, Personalengpässe nach Impfterminen zu reduzieren.
Gleichzeitig bleiben Fragen offen – etwa nach den langfristigen gesundheitlichen Folgen, der genauen Ursache spezifischer Symptome wie Ischiasschmerzen oder Zyklusveränderungen sowie der Vergleichbarkeit mit anderen Berufsgruppen.


