Unabhängige Analysen und Informationen zu Geopolitik, Wirtschaft, Gesundheit, Technologie

NEUE STUDIE – Pfizer-Empfänger haben ein 37 % höheres Sterberisiko als Moderna-Empfänger

Studie von Retsef Levi (MIT) und Joseph Ladapo (Surgeon General) an 1,47 Millionen Erwachsenen in Florida zeigt deutlich höhere Gesamt-, Herz-Kreislauf- und COVID-19-Sterblichkeit nach Impfung mit Pfizer.

Nicolas Hulscher, MPH

Die Studie mit dem Titel „Zwölf-Monats-Gesamtmortalität nach COVID-19-Erstimpfung mit Pfizer-BioNTech oder mRNA-1273 bei Erwachsenen in Florida“ wurde soeben auf dem Preprint-Server MedRxiv veröffentlicht. Die Studie wurde geleitet von Retsef Levi, Professor am MIT, unter Mitwirkung von Dr. Joseph Ladapo, dem Generalarzt des Bundesstaates Florida.

Studienübersicht

  • Population: 1.470.100 nicht-institutionalisierte Erwachsene in Florida
    – 735.050 Pfizer-Empfänger
    – 735.050 Moderna-Empfänger
  • Intervention: Zwei Dosen von entweder:
    BNT162b2 (Pfizer-BioNTech)
    mRNA-1273 (Moderna)
  • Nachbeobachtung: 12 Monate nach der zweiten Dosis
  • Vergleich: Kopf-an-Kopf-Vergleich zwischen Pfizer und Moderna
  • Primäre Endpunkte:
    – Gesamtmortalität
    – Kardiovaskuläre Sterblichkeit
    – COVID-19-Sterblichkeit
    – Nicht-COVID-19-Sterblichkeit

Gesamtmortalität

Pfizer-Empfänger hatten ein signifikant höheres 12-Monats-Gesamtsterberisiko als Moderna-Empfänger – etwa 37 % höher:

  • Pfizer-Risiko: 847,2 Todesfälle pro 100.000 Personen
  • Moderna-Risiko: 617,9 Todesfälle pro 100.000 Personen
  • Risikodifferenz:
    ➤ +229,2 Todesfälle pro 100.000 (zugunsten Moderna)
  • Risikoverhältnis (RR):
    ➤ 1,37
  • Odds Ratio (adjustiert):
    ➤ 1,384 (95 % CI: 1,331–1,439)

Kardiovaskuläre Sterblichkeit

Pfizer-Empfänger hatten ein 53 % höheres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben:

  • Pfizer-Risiko: 248,7 Todesfälle pro 100.000
  • Moderna-Risiko: 162,4 Todesfälle pro 100.000
  • Risikodifferenz:
    ➤ +86,3 Todesfälle pro 100.000
  • Risikoverhältnis (RR):
    ➤ 1,53
  • Odds Ratio (adjustiert):
    ➤ 1,540 (95 % CI: 1,431–1,657)

COVID-19-Sterblichkeit

Pfizer-Empfänger hatten ein fast doppelt so hohes Risiko, an COVID-19 zu sterben:

  • Pfizer-Risiko: 55,5 Todesfälle pro 100.000
  • Moderna-Risiko: 29,5 Todesfälle pro 100.000
  • Risikodifferenz:
    ➤ +26,0 Todesfälle pro 100.000
  • Risikoverhältnis (RR):
    ➤ 1,88
  • Odds Ratio (adjustiert):
    ➤ 1,882 (95 % CI: 1,596–2,220)

Nicht-COVID-19-Sterblichkeit

Auch bei anderen Todesursachen war das Risiko bei Pfizer-Empfängern 35 % höher:

  • Pfizer-Risiko: 791,6 Todesfälle pro 100.000
  • Moderna-Risiko: 588,4 Todesfälle pro 100.000
  • Risikodifferenz:
    ➤ +203,3 Todesfälle pro 100.000
  • Risikoverhältnis (RR):
    ➤ 1,35
  • Odds Ratio (adjustiert):
    ➤ 1,356 (95 % CI: 1,303–1,412)

Biologische Erklärungsansätze

Die Resultate sind überraschend – zumal der Moderna-Impfstoff (mRNA-1273) dreimal so viel mRNA enthält (100 μg) wie der Pfizer-Impfstoff (BNT162b2, 30 μg). Daher liegt der Verdacht nahe, dass die höhere DNA-Kontamination bei Pfizer eine Rolle spielen könnte – ein Problem, das weltweit immer wieder angesprochen wurde.

Mögliche Ursachen laut Autoren:

  • Unterschiede in der Zusammensetzung der Lipid-Nanopartikel
  • Abweichungen bei Herstellung, Verteilung oder Lagerung

Schlussfolgerung

Erwachsene in Florida, die den Pfizer-Impfstoff erhielten, hatten im Vergleich zu den Moderna-Empfängern ein signifikant höheres Risiko für:

  • Gesamtmortalität
  • Herz-Kreislauf-Tod
  • COVID-19-bedingte Sterblichkeit
  • Nicht-COVID-bedingte Todesursachen

Eine ungeimpfte Kontrollgruppe fehlte – daher ist unklar, wie hoch das Risiko durch die Impfung selbst absolut anstieg. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass eine ungeimpfte Kohorte ein deutlich geringeres Sterberisiko gehabt hätte.

Auch Moderna bleibt nicht harmlos – doch die Differenz zu Pfizer ist klinisch bedeutsam.

Die Autoren schließen:

„Diese Ergebnisse deuten auf unterschiedliche, unspezifische Wirkungen der COVID-19-Impfstoffe BNT162b2 und mRNA-1273 hin – und auf potenziell negative Auswirkungen auf die Gesamt- und Herz-Kreislauf-Mortalität. Impfstoffe müssen anhand von Endpunkten bewertet werden, die über die Zielkrankheiten hinausgehen.“