Peter Haisenko
Angeblich sind die Migranten aus Syrien geflohen aus Angst vor Assad. Der ist aber nicht mehr an der Macht. Damit ist der Fluchtgrund entfallen und einer Rückkehr sollte nichts im Weg stehen. Das sieht unser Außenminister anders.
Wird ein Staat, ein Gebiet, von einem schweren Erdbeben heimgesucht, dann läuft es so ab: Zunächst müssen die Opfer geborgen und dann die Schäden repariert werden. Während bei der Bergung der Opfer meist mehr oder weniger symbolische Hilfe aus dem Ausland kommt, muss der betroffene Staat weitgehend allein den Wiederaufbau stemmen. Da gibt es wirklich viel zu tun und die betroffenen können sich nicht über Mangel an Arbeit beklagen. Jede Hand wird gebraucht. Ausgenommen die ganz besonders „Guten“ käme niemand auf die Idee, den Einwohnern des betroffenen Gebiets einen kostenfreien Aufenthalt in einem anderen Staat anzubieten, bis die Schäden repariert sind und alles wieder so ist, wie es vor dem Erdbeben war. Wer sollte denn da die notwendigen Arbeiten verrichten, wenn sich die einheimischen Arbeitsfähigen derweil im Ausland einen Lenz machen? Wie sähe Deutschland heute aus, wenn die Deutschen nach dem Krieg im Ausland Zuflucht genommen hätten, bis irgendjemand ihre zerbombten Städte repariert hätte?


