Für den Leichenschauarzt Edwin Spieard sind verstorbene Babys inzwischen trauriger Alltag geworden. Wie er in den sozialen Medien schreibt, habe er in den letzten Jahren so viele tote Neugeborene auf seinem Behandlungstisch gehabt wie nie zuvor.
„37-Wochen- und Totgeburten sind für mich nichts Ungewöhnliches mehr. In den letzten vier Jahren hat sich das in meinem Unternehmen explosionsartig entwickelt“, so Spieard.
Eltern und Hebammen versuchten mit allen Mitteln, diesen Babys – und ihren Familien – einen würdigen Abschied zu bereiten. Oft verweist Spieard sie an Kollegen weiter: „Nicht, weil ich emotional nicht damit umgehen kann, sondern weil ich weiß, dass es Kollegen gibt, deren Leidenschaft es ist, diesen Eltern zu helfen.“
Enormer Anstieg und beunruhigende Veränderungen
Im vergangenen Jahr habe Spieard zudem eine „enorme Zunahme“ von stark anschwellenden Verstorbenen festgestellt. „Glücklicherweise beginnen nun auch andere Bestattungsunternehmen, ein Muster zu erkennen“, sagte er.
Er beschreibt, dass immer mehr Menschen plötzlich sterben, und die Leichen dabei auffällige Merkmale zeigen: „Die Körper sind undicht, riechen stark und sind in der Regel innerhalb von eineinhalb Tagen unkenntlich. Außerdem verstopfen die Geräte bei der Entwässerung und Einbalsamierung. Das Blut ist zähflüssig, klumpig und sehr dunkel.“
Zu Beginn dieses Jahres schrieb Spieard erneut, dass plötzliche Todesfälle weiterhin häufig vorkämen. „Ich wünschte, man würde dem mehr Aufmerksamkeit schenken. Könnte es einen Zusammenhang geben zwischen den Dingen, die ich bei Verstorbenen finde, und der hohen Sterblichkeit?“
Seine Beobachtungen, sagt Spieard, machten ihn tief besorgt – nicht nur als Fachmann, sondern auch als Mensch.


