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Studie bestätigt: Vögel atmen Mikroplastik ein — atmest du es auch ein?

Verfasst von Analyse von Dr. Joseph Mercola

Das Wichtigste auf einen Blick

Mikroplastik sind winzige Kunststoffpartikel von weniger als 5 Millimetern, die überall in der Umwelt vorkommen und sich im Lungengewebe von Menschen und Tieren anreichern können.

Eine Studie aus dem Jahr 2025 fand Mikroplastikpartikel in jeder Lungenprobe von 56 Vögeln aus 51 Arten, durchschnittlich etwa 221 Partikel pro Art. Diese Ergebnisse deuten auf eine ähnlich weit verbreitete Kontamination beim Menschen hin.

Frühere Forschung hat gezeigt, dass Mikroplastik im menschlichen Lungengewebe vorkommt, darunter Partikel aus gängigen Kunststoffen wie Polypropylen und Polyethylenterephthalat (PET).

Mikroplastik und die von ihm transportierten Chemikalien werden mit Hormonstörungen, chronischen Entzündungen, oxidativem Stress und Darmschäden in Verbindung gebracht, während nachgewiesen wurde, dass Nanoplastik die Plazenta und die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann.

Um deine Belastung durch Mikroplastik zu verringern, steige auf wiederverwendbare Taschen um, bewahre Lebensmittel in Glasbehältern auf, vermeide Einwegplastik, wähle natürliche Haushaltsprodukte und verbessere die Raumluftqualität mit einem Luftfilter.

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Mikroplastik sind kleine Kunststoffpartikel mit einer Grösse von weniger als 5 Millimetern. Sie entstehen, wenn grosse Kunststoffmaterialien wie Verpackungen, Textilien, Reifen und industrielle Beschichtungen durch Hitze, Reibung oder Abnutzung zerfallen. Diese Partikel bauen sich nicht ab, sondern verbleiben in der Umwelt. Aufgrund ihrer Grösse sind sie besonders gefährlich: Sie können die körpereigenen Schutzmechanismen überwinden und sich im Gewebe anreichern.

2019 produzierte die Welt 460 Millionen Tonnen Kunststoff,1 und bis 2060 soll sich diese Zahl verdreifachen.2 Es überrascht also nicht, dass Mikroplastik überall vorkommt — es verschmutzt unsere Ozeane, verunreinigt unsere Lebensmittel und füllt sogar die Luft, die wir atmen. Eine der eindringlichsten Warnungen kommt nun von Vögeln.

Vögel gelten als Umweltindikatoren, weil sie frühe Anzeichen ökologischer Schäden zeigen. Eine im Journal of Hazardous Materials3 veröffentlichte Studie fand Mikroplastik im Lungengewebe von Dutzenden Wildvogelarten. Dass sich Kunststoff in ihren Lungen angesammelt hat, bedeutet, dass dies wahrscheinlich auch bei dir geschieht.

Studie weist luftgetragenes Mikroplastik in Vogellungen nach

Eine 2025 im Journal of Hazardous Materials veröffentlichte Studie untersuchte Lungengewebe von 51 verschiedenen Vogelarten, die in der Nähe des Chengdu Tianfu International Airport in China leben. Ziel war es herauszufinden, ob Mikroplastik (winzige Kunststoffpartikel zwischen 1 Mikrometer und 5 Millimetern) und noch kleinere Nanoplastikpartikel (weniger als 1 Mikrometer) vorhanden waren und, falls ja, in welcher Menge.4

• Kunststoffpartikel wurden bei jedem untersuchten Vogel gefunden — Bei 56 Vögeln aus 51 Arten fanden die Forschenden insgesamt 11 281 Kunststoffpartikel — durchschnittlich etwa 221 Partikel pro Art oder ungefähr 416 Partikel pro Gramm Lungengewebe. Einige Vögel hatten nur wenige Partikel, etwa die Grauammer mit 11. Andere, wie der Graureiher, hatten mehr als 1 400.

• Zwei Kunststoffarten kamen am häufigsten vor — Von den 32 nachgewiesenen Kunststoffarten waren chloriertes Polyethylen und Butadienkautschuk am häufigsten. Diese Kunststoffe werden oft für Verpackungen, Kabel und Reifen verwendet. Die meisten Partikel waren folienartig oder kleine Kügelchen und 20 bis 50 Mikrometer gross.

• Bei bestimmten Vogelarten waren die Kunststoffwerte höher — Die Forschenden stellten fest, dass einige Vögel, besonders solche, die an Land leben, andere Tiere fressen oder grösser sind, tendenziell mehr Kunststoffpartikel in der Lunge hatten. Diese Unterschiede spiegeln wahrscheinlich wider, wie viel Zeit die Vögel in verschmutzten Gebieten verbringen und wie ihre Lebensweise die Belastung beeinflusst.

• Nanoplastik wurde bei mehreren Arten gefunden — Zusätzlich zu Mikroplastik suchte das Team bei fünf Vogelarten nach noch kleineren Partikeln, den sogenannten Nanoplastikpartikeln. Die Tests ergaben Nanoplastik aus Materialien wie Nylon 66, Polypropylen (PP) und Polyvinylchlorid (PVC), die häufig in Kleidung, Verpackungen und Baumaterialien verwendet werden.

• Die Studie stufte Kunststoffpartikel nach ihrem ökologischen Risiko ein — Mithilfe des sogenannten Polymer Hazard Index bewerteten die Forschenden die Arten und Mengen des gefundenen Kunststoffs, um die mögliche Umweltgefährdung einzuschätzen. Die meisten Lungenproben der Vögel wurden auf dieser Skala der Stufe III oder IV zugeordnet, was bedeutet, dass sie ein höheres Risiko für die Tierwelt darstellten.

• Die Ergebnisse bei Vögeln deuten auf ein gemeinsames Risiko für Menschen hin — Diese Studie ist die erste gross angelegte Untersuchung, die eine weit verbreitete Kunststoffkontamination bei Dutzenden Vogelarten bestätigt. Frühere Forschung hatte jeweils nur wenige Arten untersucht. Shane DuBay, Assistenzprofessor für Biologie an der University of Texas at Arlington und Mitglied des Forschungsteams, erklärte:

«Unsere Forschung unterstreicht die dringende Notwendigkeit, die Plastikverschmutzung in unserer Umwelt anzugehen, da diese Schadstoffe weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit von Ökosystemen und ebenso auf die menschliche Gesundheit haben können. Unsere Ergebnisse sprechen für weitere Forschung, Finanzierung und Massnahmen, um die schädlichen Auswirkungen der Plastikverschmutzung zu mindern und eine gesündere Umwelt zu gewährleisten.»5

Mikroplastik wurde auch im menschlichen Lungengewebe nachgewiesen

Auch beim Menschen wurde Mikroplastik tief in der Lunge gefunden. Die Forschenden hinter der Vogelstudie verwiesen zum Vergleich auf eine Untersuchung aus dem Jahr 2022. Diese in Science of The Total Environment6 veröffentlichte Studie untersuchte Lungenproben von 11 Patientinnen und Patienten im Vereinigten Königreich, die sich im Castle Hill Hospital einer Operation unterzogen. Die Forschenden berichteten über folgende Ergebnisse:

• Mikroplastik kam in fast jeder Probe vor — Von 13 untersuchten Gewebeproben enthielten 11 Mikroplastikpartikel. Insgesamt wurden mithilfe eines Verfahrens, das Kunststoffe bis zu einer Grösse von 3 Mikrometern nachweisen kann, 39 einzelne Fragmente identifiziert. Sie sind klein genug, um mit blossem Auge unsichtbar zu sein, aber gross genug, um in das Lungengewebe einzudringen und dort zu verbleiben.

• Kunststoffpartikel waren in allen Lungenbereichen vorhanden — Proben wurden aus den oberen, mittleren und unteren Lungenlappen entnommen, und in jedem Bereich wurde Kunststoff gefunden. Die höchsten Werte wiesen die unteren Lungenlappen auf, mit durchschnittlich 3,12 Kunststoffpartikeln pro Gramm Gewebe. Im Vergleich dazu waren es in den oberen Lungenlappen 0,80 pro Gramm und in den mittleren 0,41.

• Zwölf verschiedene Kunststoffarten wurden identifiziert — Am häufigsten waren Polypropylen (verwendet in Verpackungen und Textilien), Polyethylenterephthalat beziehungsweise PET (häufig in Getränkeflaschen) und Harz. Weitere gefundene Materialien waren Polystyrol, PVC und Polyurethan, die alle häufig im Bauwesen, in Dämmstoffen oder Konsumgütern verwendet werden.

• Die Partikel hatten unterschiedliche Formen und Grössen — Die Fragmente variierten stark und reichten von kleinen Fasern und Folien bis hin zu grösseren unregelmässigen Teilchen. Einige waren nur 12 Mikrometer lang, während andere mehr als 2 400 Mikrometer massen. Das grösste Partikel war ein PET-Teilchen mit einer Länge von 2 475 Mikrometern und einer Breite von 12 Mikrometern.

Weitere Informationen darüber, wie sich luftgetragenes Mikroplastik auf die Gesundheit auswirkt, findest du unter «Luftgetragenes Mikroplastik wird mit zahlreichen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht».

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Welche weiteren Gesundheitsprobleme werden mit Mikroplastik in Verbindung gebracht?

Mikroplastik bleibt nicht nur in der Lunge. Sobald diese Partikel in den Körper gelangen, wirken sie auf Zellen, Organe und Hormone ein. Hier sind fünf wichtige Bereiche, in denen nachweislich Störungen der menschlichen Biologie durch Mikroplastik auftreten:

• Störung des Hormongleichgewichts — Kunststoffpartikel transportieren Verbindungen, die als endokrine Disruptoren (EDCs) bekannt sind, etwa Phthalate und Bisphenol A (BPA). Diese Chemikalien stören das Hormongleichgewicht, indem sie natürliche Hormone nachahmen oder blockieren. Sie binden an Östrogen- und Androgenrezeptoren und beeinträchtigen wichtige Funktionen im Zusammenhang mit Stoffwechsel, Fruchtbarkeit, Stimmung und Schilddrüsenregulation.78

Wenn EDCs ausserdem mit natürlichem Östrogen zusammentreffen, kann die Belastung zu einem Östrogenüberschuss führen und eine Reihe schädlicher Vorgänge in Gang setzen. Erfahre mehr über die Auswirkungen von EDCs in «Giftige Chemikalien in Konsumgütern aufgedeckt».

• Chronische Entzündungen und Immunaktivierung — Dein Immunsystem behandelt Plastikpartikel wie Eindringlinge. Wenn sich diese Partikel im Gewebe festsetzen, lösen sie eine Entzündungsreaktion aus. Untersuchungen haben gezeigt, dass Mikroplastik die Immunaktivität und Entzündungsmarker erhöht. Mit der Zeit kann dies dein Risiko für Autoimmunprobleme, anhaltende niedriggradige Entzündungen und chronische Krankheiten erhöhen.91011

• Oxidativer Stress und mitochondriale Dysfunktion — Mikroplastik wird mit einer erhöhten Produktion reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) in Verbindung gebracht, die DNA, Proteine und Zellmembranen schädigen. Dieser oxidative Stress ist besonders schädlich für die Mitochondrien, was wiederum die zelluläre Energieproduktion beeinträchtigt. Dies kann die Stoffwechselfunktion, die kognitive Leistungsfähigkeit und deine Fähigkeit, dich von Stress oder Verletzungen zu erholen, beeinträchtigen.121314

• Beeinträchtigung der Darmgesundheit und Verdauung — Mikroplastik reizt und entzündet die Darmschleimhaut, wodurch die Darmbarriere geschwächt wird und schädliche Substanzen in den Blutkreislauf gelangen können.

Zudem stören sie dein Darmmikrobiom, indem sie nützliche Bakterien reduzieren und das Wachstum schädlicher Stämme fördern. Dieses Ungleichgewicht beeinträchtigt die Nährstoffaufnahme, die Verdauung und die Immunregulation und trägt so zu Blähungen, Unverträglichkeiten und chronischen Darmentzündungen bei.151617

• Eindringen in geschützte Körperbereiche — Es wurde nachgewiesen, dass Nanoplastik die Plazenta und die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann. Das bedeutet, dass es fetales Gewebe und das zentrale Nervensystem erreicht. Dies wirft ernsthafte Fragen zu langfristigen neurologischen und entwicklungsbezogenen Auswirkungen auf. Wenn du schwanger bist, schwanger werden möchtest oder Kinder grossziehst, sollte die Verringerung der Mikroplastikbelastung Priorität haben.1819

Lies „Mikroplastik bedroht weiterhin die öffentliche Gesundheit“, um mehr darüber zu erfahren, wie diese Partikel biologische Systeme stören und die langfristige Gesundheit beeinträchtigen.

5 Strategien zur Verringerung deiner Mikroplastikbelastung

Die meisten Menschen betrachten Plastikverschmutzung als ein Problem der Meere. Doch tatsächlich findet die schädlichste Belastung in deinem eigenen Zuhause statt. Du atmest es ein, isst es, schläfst darin und sitzt darauf. Wenn du die Plastikbelastung in deinem Körper senken möchtest, musst du ändern, was dich umgibt. Diese fünf Schritte zielen auf die häufigsten Quellen ab. Hier sind fünf praktische, gezielte Schritte, die ich empfehle:

1. Verwende wiederverwendbare statt Plastiktüten — Jede Plastiktüte, die du verwendest, trägt zur langfristigen Umweltbelastung durch Plastik bei. Wiederverwendbare Taschen aus Stoff oder Segeltuch setzen keine Plastikpartikel frei und landen nicht in Küche, Auto oder Abfalleimer, wo sie sich zersetzen. Wenn du häufig einkaufen gehst, kannst du allein durch diesen Wechsel jedes Jahr Hunderte Plastiktüten einsparen.

2. Bewahre Lebensmittel in Behältern aus Glas oder Edelstahl auf — Kunststoffbehälter zersetzen sich mit der Zeit, besonders wenn sie erhitzt werden. Dabei werden Mikroplastikfragmente und chemische Rückstände freigesetzt, die in deine Lebensmittel und die Luft gelangen. Verwende stattdessen Gläser, Pyrex, Edelstahlbehälter oder Bienenwachstücher. Vermeide Frischhaltefolie und billige Kunststoffbehälter.

3. Verzichte auf Einwegplastik — Trinkhalme, Besteck und Wasserflaschen sind verschwenderisch und setzen bei der Verwendung Mikroplastik frei. Ich empfehle, eigenes Besteck mitzunehmen, auf eine Metallwasserflasche umzusteigen und alle Plastikartikel zu meiden, die nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden sollen. Wenn du Einwegartikel bereits weitgehend vermeidest, solltest du als Nächstes Kunststoffutensilien in der Küche ersetzen, etwa Pfannenwender, Schaufeln oder Schneidebretter.

4. Reduziere Produkte auf Kunststoffbasis in deinem Zuhause — Dazu gehören synthetische Teppiche, Möbel mit Polyurethanschaum, kunststoffbeschichtete Vorhänge und Plastikzahnbürsten. Diese Gegenstände bauen sich langsam ab und setzen Partikel in der Luft frei. Wenn du nicht weisst, wo du anfangen sollst, beginne mit Gegenständen, die besonders häufig genutzt werden — deiner Bettwäsche, dem, worauf du schläfst, oder dem, womit du kochst. Entscheide dich für natürliche Alternativen wie Bambus, Holz, Wolle, Baumwolle oder Keramik.

5. Verbessere die Raumluftqualität — Öffne regelmässig die Fenster, sauge Staub und wische häufig Staub und verwende einen Luftreiniger mit HEPA-Filter, um feine Schwebepartikel aufzufangen, besonders wenn du in einer städtischen Umgebung lebst oder dich oft in der Nähe synthetischer Textilien und Materialien aufhältst.

Ein weiterer Punkt, den ich hervorheben möchte, ist, dass viele Kunststoffchemikalien Xenoöstrogene sind, die die Wirkung von Östrogen in deinem Körper nachahmen. Tatsächlich gehen die meisten Gefahren, die mit diesen Chemikalien verbunden sind, auf die Stimulation deiner Östrogenrezeptoren zurück.

Bei einer Östrogendominanz ist zusätzliches Progesteron hilfreich. Progesteron ist ein natürlicher Östrogenantagonist und wirkt den nachteiligen Auswirkungen eines Östrogenüberschusses entgegen. Im nächsten Abschnitt werde ich ausführlich darauf eingehen, wie Progesteron richtig angewendet wird.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zu Mikroplastik und Gesundheit

F: Was ist Mikroplastik und warum ist es gefährlich?

A: Mikroplastik sind winzige Kunststoffpartikel mit einer Grösse von weniger als 5 Millimetern. Sie entstehen durch den Zerfall von Kunststoffprodukten und gelangen über Luft, Lebensmittel oder Wasser in deinen Körper. Da sie so klein sind, umgehen sie die Abwehrmechanismen deines Körpers und lagern sich in deinem Gewebe ab, wo sie mit Entzündungen, Hormonstörungen und langfristigen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht werden.

F: Wurde Mikroplastik beim Menschen nachgewiesen?

A: Ja. Studien haben Mikroplastik in menschlichen Lungen, im Blut, im Stuhl und sogar in der Plazenta nachgewiesen. In einer Studie aus dem Jahr 2022 wurden Kunststoffpartikel in fast jeder untersuchten Lungengewebeprobe entdeckt. Diese Kunststoffe stammen aus Verpackungen, Kleidung, Möbeln und alltäglichen Haushaltsgegenständen.

F: Welche Gesundheitsprobleme verursacht Mikroplastik?

A: Mikroplastik wird mit einem hormonellen Ungleichgewicht, chronischen Entzündungen, oxidativem Stress, Verdauungsproblemen und mitochondrialen Schäden in Verbindung gebracht. Zudem trägt es Chemikalien, die Fruchtbarkeit, Stoffwechsel und Immunfunktion beeinträchtigen. Einige Partikel sind klein genug, um bis ins Gehirn zu gelangen und sogar fetales Gewebe zu erreichen.

F: Welche alltäglichen Haushaltsgegenstände erzeugen Mikroplastik?

A: Zu den häufigen Haushaltsgegenständen, die Mikroplastikpartikel freisetzen, gehören synthetische Teppiche, Bettwäsche aus Polyester, Polstermöbel mit Schaumstoffpolstern, Kunststoffbehälter für Lebensmittel, antihaftbeschichtetes Kochgeschirr und Kleidung aus Nylon, Elasthan oder Acryl.

F: Wie lässt sich die Mikroplastikbelastung am besten reduzieren?

A: Kleine tägliche Veränderungen in deiner Umgebung machen mit der Zeit einen grossen Unterschied. Verwende zur Aufbewahrung von Lebensmitteln Glas oder Edelstahl, verzichte auf Einwegplastik, wähle für Bettwäsche und Haushaltsgegenstände natürliche Materialien und verbessere die Raumluftqualität in deinem Zuhause mit HEPA-Filtern.

Dieser Artikel dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Konsultiere eine qualifizierte medizinische Fachperson, bevor du Änderungen an deinem Gesundheitsprogramm vornimmst.

Wie man Progesteron anwendet

Bevor du eine Anwendung von Progesteron in Betracht ziehst, solltest du verstehen, dass es kein Wundermittel ist und dass du am meisten davon profitierst, wenn du einen bioenergetischen Ernährungsansatz umsetzt, der es dir ermöglicht, Glukose effektiv als primäre Energiequelle zu verbrennen, ohne dass sich Elektronen in deinen Mitochondrien stauen und dadurch deine Energieproduktion verringern. Mein neues Buch „Dein Leitfaden zur Zellgesundheit: Die Wissenschaft von Langlebigkeit und Lebensfreude erschliessen“ behandelt diesen Prozess ausführlich.

Sobald du deine Ernährung optimiert hast, kann eine wirksame Strategie gegen einen Östrogenüberschuss darin bestehen, Progesteron transmukosal anzuwenden (also auf das Zahnfleisch aufzutragen, nicht oral oder transdermal). Es ist ein natürlicher Östrogenantagonist. Progesteron ist eines von nur drei Hormonen, von denen meiner Ansicht nach viele Erwachsene profitieren können. (Die beiden anderen sind DHEA und Pregnenolon.)

Ich empfehle kein transdermales Progesteron, da deine Haut hohe Mengen des Enzyms 5-Alpha-Reduktase exprimiert. Dieses bewirkt, dass ein erheblicher Teil des eingenommenen Progesterons irreversibel, vorwiegend in Allopregnanolon, umgewandelt wird und nicht wieder in Progesteron zurückverwandelt werden kann.

Ideale Art der Progesteron-Anwendung

Bitte beachte: Wenn Progesteron wie von mir empfohlen transmukosal auf dem Zahnfleisch angewendet wird, ist die FDA der Ansicht, dass es dadurch irgendwie zu einem Arzneimittel wird, und verbietet Unternehmen, dies auf dem Etikett zu empfehlen. Deshalb bewerben Unternehmen ihre Progesteronprodukte als «topisch».

Bitte verstehen Sie jedoch, dass es für jede Ärztin und jeden Arzt völlig legal ist, einer Patientin oder einem Patienten ein Medikament für eine nicht zugelassene Indikation zu empfehlen. In diesem Fall ist Progesteron ein natürliches Hormon und kein Medikament und selbst in hohen Dosen sehr sicher. Das ist nicht dasselbe wie synthetisches Progesteron, sogenannte Gestagene, die von Pharmaunternehmen verwendet werden, aber häufig und fälschlicherweise als Progesteron bezeichnet werden.

Dr. Ray Peat hat Pionierarbeit zu Progesteron geleistet und war wahrscheinlich der weltweit grösste Experte für Progesteron. Er schrieb 1982 seine Dissertation über Östrogen und verbrachte den grössten Teil seiner beruflichen Laufbahn damit, den Bedarf zu dokumentieren, den Gefahren eines Östrogenüberschusses mit einer LA-armen Ernährung und transmukosaler Progesteronergänzung entgegenzuwirken.

Er stellte fest, dass die meisten Lösungsmittel Progesteron nicht gut lösen, und entdeckte, dass Vitamin E das beste Lösungsmittel ist, um Progesteron optimal in dein Gewebe zu bringen. Vitamin E schützt dich auch vor Schäden durch LA. Du musst nur sehr sorgfältig darauf achten, welches Vitamin E du verwendest, denn die meisten Vitamin-E-Präparate auf dem Markt sind schlechter als nutzlos und schaden dir, statt dir zu nützen.

Es ist unbedingt erforderlich, synthetisches Vitamin E zu vermeiden (Alpha-Tocopherolacetat – das Acetat weist darauf hin, dass es synthetisch ist). Natürliches Vitamin E ist mit «d alpha tocopherol» gekennzeichnet. Dabei handelt es sich um das reine D-Isomer, das dein Körper verwerten kann.

Es gibt auch weitere Vitamin-E-Isomere, und du solltest das vollständige Spektrum an Tocopherolen und Tocotrienolen wählen, insbesondere die Beta-, Gamma- und Delta-Formen im wirksamen D-Isomer. Als Beispiel für ein ideales Vitamin E kannst du dir das Etikett unseres Vitamin E in unserem Shop ansehen. Du kannst jede Marke verwenden, deren Etikett ähnlich aussieht.

Du kannst pharmazeutisches, bioidentisches Progesteron als Progesteronpulver, bioidentisches mikronisiertes Pulver, 10 Gramm für ungefähr 40 Dollar in vielen Online-Shops wie Amazon kaufen. Das ist fast ein Jahresvorrat, abhängig von der Dosis, die du wählst.

Allerdings musst du kleine Messlöffel aus Edelstahl kaufen, denn du brauchst einen 1/64-Teelöffel, das entspricht 25 mg, und einen 1/32-Teelöffel, das entspricht 50 mg. Eine normale Dosis beträgt üblicherweise 25 bis 50 mg und wird 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen eingenommen, da sie den Cortisolspiegel senkt und den GABA-Spiegel erhöht, was für eine gute Nachtruhe sorgt.

Wenn du eine menstruierende Frau bist, solltest du Progesteron während der Lutealphase beziehungsweise in der zweiten Hälfte deines Zyklus einnehmen. Diese lässt sich bestimmen, indem du 10 Tage nach dem ersten Tag deiner Periode mit der Einnahme beginnst und das Progesteron absetzt, sobald deine Periode einsetzt.

Wenn du ein Mann oder eine nicht menstruierende Frau bist, kannst du Progesteron vier bis sechs Monate lang täglich einnehmen und dann eine Woche pausieren. Am besten nimmst du Progesteron 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen ein, da es den Cortisolspiegel senkt und den GABA-Spiegel erhöht, was für eine gute Nachtruhe sorgt.

So mache ich es persönlich seit über einem Jahr, mit sehr guten Ergebnissen. Ich bin Arzt und habe deshalb keine Bedenken, dies zu tun. Wenn du kein Arzt bist, solltest du vor der Anwendung dieser Therapie einen Arzt konsultieren, da eine transmukosale Progesterontherapie verschreibungspflichtig ist.