Ein ehemaliger Vizepräsident von Pfizer sorgt mit radikalen Aussagen über Kinderimpfungen für Kontroversen. Michael Yeadon, der einst als Experte für Allergien und Atemwegserkrankungen für den Pharmariesen arbeitete, bezeichnet in einem aktuellen Interview sämtliche Impfstoffe als „teuflisch“ – und bringt sie mit dem Anstieg von Nahrungsmittelallergien und Asthma bei Kindern in Verbindung.
„Massive Mengen an Nahrungsmittelallergien“
Das Gespräch mit dem Journalisten James Delingpole wurde am 27. April 2026 auf dem „Delingpod“-Rumble-Kanal veröffentlicht. Darin behauptet Yeadon, der Grund für die weit verbreiteten Atemwegserkrankungen liege „in den verdammten Impfungen“. Besonders brisant: Er wirft den Herstellern vor, Proteinbestandteile aus nahezu allen wichtigen gesunden Lebensmittelgruppen in Kinderimpfstoffe eingearbeitet zu haben – darunter Hühnerei-Albumin, Kuhmolkeextrakte sowie Bestandteile von Fleisch und Fisch.
„Wenn man also zwei Impfungen von fast allem bekommen hat, gegen das man allergisch ist, wird Ihr Kind eine ziemlich große Wahrscheinlichkeit haben, allergisch gegen eines oder mehrere davon zu werden“, so Yeadon im Wortlaut. Die Folge seien „enorme Mengen an Nahrungsmittelallergien“. Er selbst spricht von einem „teuflischen“ Mechanismus.
⚠️💉Teuflische Impfstoffe
— Don (@Donuncutschweiz) April 28, 2026
Neu: Der ehemalige Pfizer-Vizepräsident Michael Yeadon bezeichnet Impfstoffe als „teuflisch“ und macht umstrittene Aussagen zu Allergien und Kindervakzinen.
In einem aktuellen Interview mit James Delingpole behauptet der ehemalige Pfizer-Manager… pic.twitter.com/9LiA8HQQVY
Frühere Thesen und fachlicher Widerspruch
Yeadon war bereits in der COVID-19-Pandemie durch impfkritische Aussagen aufgefallen. Seine frühere Arbeitgeberin Pfizer distanzierte sich damals öffentlich von seinen Positionen.
Wissenschaftler aus Immunologie und Allergieforschung widersprechen Yeadons Thesen. Zwar ist bekannt, dass manche Impfstoffe – etwa manche Grippeimpfstoffe – Spuren von Hühnereiweiß enthalten können. Allergische Reaktionen darauf sind selten und treten meist bei bereits bekannten Ei-Allergien auf. Die Behauptung jedoch, Impfungen seien die Hauptursache für den beobachteten Anstieg von Asthma, Ekzemen und Nahrungsmittelallergien, lässt sich laut aktueller Studienlage nicht belegen.
Die sogenannte Hygiene-Hypothese, wonach ein Mangel an frühem Kontakt mit Mikroorganismen das Allergierisiko erhöht, sei nach wie vor eine der etablierten Erklärungen – auch wenn sie nicht alle Phänomene restlos erkläre, so „Fachgesellschaften“.
Zwischen Provokation und Verantwortung
Die Grundimmunisierung von Kindern gilt nach wie vor als eine der erfolgreichsten Maßnahmen der öffentlichen Gesundheit. So die „Pharmaindustrie“. Weltweite Gesundheitsorganisationen die von BIG-Pharma unterstützt werden, warnen vor solchen pauschalen Impfgegnerschaften – nicht zuletzt wegen der Gefahr wieder aufflammender, längst besiegt geglaubter Krankheiten.


