Unabhängige Analysen und Informationen zu Geopolitik, Wirtschaft, Gesundheit, Technologie

Treffen im Rahmen der Biowaffenkonvention: USA beantworten keine Fragen

Anfang September hat Russland ein Treffen der Vertragsstaaten der Biowaffenkonvention veranlasst, um die Staaten der Welt über Biowaffenprogramme der USA in der Ukraine zu informieren. Die USA haben dabei keine der gestellten Fragen beantwortet.

Ich habe bereits darüber berichtet, dass China nach dem Treffen der Vertragsstaaten der Biowaffenkonvention erklärt hat, dass die USA die russischen Vorwürfe nicht entkräften konnten. Nun hat das russische Verteidigungsministerium weitere Details des Treffens und viele Unterlagen, inklusive der Fragenliste an die USA und die Ukraine, veröffentlicht.

Der Abwehrkampf der westlichen Propaganda

Bevor wir zur russischen Erklärung und den veröffentlichten Unterlagen kommen, muss ich darauf eingehen, dass westliche Medien und Think Tanks eifrig dabei sind, das Treffen zu diskreditieren. Die berüchtigte RAND-Corporation, die im September bereits mehrmals Thema beim Anti-Spiegel war, hat zum Beispiel einen Kommentar veröffentlicht, der alle russischen Vorwürfe als Propaganda abgetan hat. Das ist nicht überraschend, sondern eher belustigend, denn während die Russen in den letzten Monaten massenhaft Daten und Unterlagen veröffentlicht haben (siehe am Ende dieses Artikels), geht RAND darauf gar nicht ein. Die Echtheit der Unterlagen wird von den USA nicht einmal bestritten, sie werden der Öffentlichkeit schlicht verschwiegen.

Auch der Spiegel hat in einem Artikel auf die russischen Vorwürfe berichtet, aber auch der Spiegel hat keine Details genannt, sondern lediglich geschrieben (Links wie im Original):

„Zur Faktizität der immer wieder abgewandelten Anschuldigungen muss hier nichts mehr gesagt werden, das haben diverse Fact-CheckingOrganisationen und –redaktionen längst erledigt.“

Der Spiegel-Leser wird mit vielen wichtig aussehenden Links bombardiert, er erfährt aber gar nicht, worum es in der Sache geht. Er darf sich keine eigene Meinung bilden, der Spiegel verweist stattdessen auf vier von der NATO oder den westlichen Medien bezahlte selbsternannte Faktenchecker, die mit freundlicher finanzieller Unterstützung der US-treuen NATO zu dem Schluss gekommen sind, dass die Russen lügen und die USA die Wahrheit sagen.

Bei den verlinkten Faktencheckern handelt es sich um correctiv, das Institut für Friedensforschung in Hamburg IFSH (das stets ausgesprochen NATO-freundliche Erkenntnisse liefert), den tagesschau-Faktenfinder und den von der EU gegründeten Wahrheitswächter.

Lustig ist auch diese Passage aus dem Spiegel-Artikel:

„Am Tag des Angriffs, am 24. Februar, wird in der in Sankt Petersburg produzierten prorussischen Propagandapostille »Anti-Spiegel« gefragt: »US-Biowaffenlabore in der Ukraine: Was wird Russland finden?« Ein paar Tage später veröffentlicht der Betreiber dann die vor Kriegsbeginn lancierten »Dokumente« – wie so oft mit einem Fragezeichen in der Überschrift: »Hat Kiew einen Biowaffenangriff auf den Donbass vorbereitet?«“

Während der Spiegel die Artikel der vier von der NATO und westlichen Medien bezahlten Faktenchecker verlinkt hat, hat er leider vergessen, auch meine Artikel zu verlinken. Spiegel-Leser sollen offensichtlich nicht lesen, was ich schreibe. Warum eigentlich nicht? Wenn ich doch nur dumme Propaganda betreibe, müssten die intelligenten Spiegel-Leser diese doch mit Leichtigkeit als solche erkennen können, oder nicht?

Wenn ich die Zeit finde, gehe ich auf dieses amüsante Machwerk des Spiegel in den nächsten Tagen noch im Detail ein.

US-Biowaffenprogramme in der Ukraine

Ich erinnere daran, dass die russischen Erklärungen über das US-Biowaffenprogramm keine russische Propaganda sind, sondern dass mir und meinem Informanten, mit dem ich für das Buch