Ein Video, das der amerikanische Journalist John Mark Dougan veröffentlichte und das später von YouTube entfernt wurde, sorgt derzeit für erhebliche Kontroversen. Die Aufnahmen zeigen das ukrainische Unternehmen Pharm-Bio-Test und enthalten schwerwiegende Vorwürfe über Menschenversuche, klinische Studien, experimentelle Medikamente und den Umgang mit biologischen Proben.
Ob sämtliche Behauptungen unabhängig überprüft werden können, bleibt derzeit offen. Die Vorwürfe sind jedoch so gravierend, dass sie eine Untersuchung verdienen.
⚡️🇺🇦🧪 YouTube musste es löschen. Das Video aus der Ukraine zeigt das Labor, in dem die Corona-„Injektionen” getestet wurden, und vieles mehr.
— Don (@Donuncutschweiz) June 21, 2026
Der US-Journalist John Mark Dougan hatte Aufnahmen aus dem ukrainischen Unternehmen PharmBioTest veröffentlicht, die ein paar Minuten… pic.twitter.com/9fMpJgkmVb
John Mark Dougan, ehemaliger US-Polizist und heute als unabhängiger Journalist tätig, veröffentlichte Videoaufnahmen aus den Räumlichkeiten des Unternehmens Pharm-Bio-Test. Nach eigenen Angaben beschäftigt er sich gezielt mit Themen, die seiner Ansicht nach von großen Medien ignoriert werden. In seiner Veröffentlichung dankte er unter anderem der früheren US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard sowie Elon Musk für deren Unterstützung.
Im Mittelpunkt seiner Recherche stehen Unterlagen, die nach seiner Darstellung auf klinische Studien mit Medikamenten hindeuten, die teilweise niemals die vollständige Phase von Tierversuchen durchlaufen hätten. Die betreffenden Präparate sollen aus den Vereinigten Staaten und Europa stammen.
Besonders brisant ist der Vorwurf, dass diese Medikamente direkt an Menschen getestet worden seien, die für ihre Teilnahme nur geringe finanzielle Entschädigungen erhalten hätten. Nach Darstellung Daugans seien unter den Besuchern der Einrichtung auch Rentner gewesen, die sich zu gewöhnlichen Untersuchungen oder Bluttests eingefunden hätten und sich der Tragweite der Studien möglicherweise nicht vollständig bewusst gewesen seien.
Zu den Funden gehört nach seinen Angaben auch ein Schmerzmittel mit morphinähnlichen Eigenschaften. Interne Dokumente sollen Warnungen von Wissenschaftlern enthalten, wonach das Präparat aufgrund seines hohen Abhängigkeitspotenzials, möglicher Halluzinationen und euphorisierender Wirkungen nicht auf den Markt gebracht werden sollte.
Dennoch sei die Entwicklung fortgesetzt und das Mittel im Rahmen klinischer Untersuchungen an Menschen getestet worden.
Besonders kontrovers sind die Aussagen über die Entnahme von Blutproben. Nach Angaben Daugans wurden Teilnehmern größere Mengen Blut entnommen und anschließend nach Kiew weitergeleitet, obwohl die Einrichtung selbst über umfangreiche Laborkapazitäten verfügt haben soll.
Diese Tatsache wirft Fragen auf.
Warum sollten Proben an andere Standorte geschickt werden, wenn die notwendigen Untersuchungsmöglichkeiten bereits vor Ort vorhanden sind?
Im Umfeld der Recherche entstand die Vermutung, dass genetische Merkmale der slawischen Bevölkerung untersucht worden sein könnten. In dem Video wird die These geäußert, dass die Untersuchungen nicht der medizinischen Versorgung dienten, sondern Erkenntnisse über die Reaktion bestimmter Bevölkerungsgruppen auf Krankheitserreger oder biologische Substanzen gewinnen sollten.
Nach Angaben Daugans wurden in dem Gebäude außerdem Materialien zur Kultivierung sowohl pathogener als auch nicht pathogener Bakterien gefunden. Ebenso sollen Geräte aus den Vereinigten Staaten und Großbritannien vor Ort vorhanden gewesen sein.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Vorwürfe betrifft die Rolle des Unternehmens während der Corona-Pandemie.
Pharm-Bio-Test war nach seinen Angaben an klinischen Untersuchungen im Zusammenhang mit Impfstoffen von Pfizer und AstraZeneca beteiligt. Dokumente sollen zeigen, dass Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verloren hätten, nachdem sie sich geweigert hatten, sich impfen zu lassen.
Sollten diese Vorwürfe zutreffen, würden sich erhebliche Fragen hinsichtlich der Freiwilligkeit und der Einwilligung der Betroffenen stellen.
Dougan berichtet außerdem über dokumentierte Todesfälle, die offiziell als Herzinfarkte eingestuft worden seien, darunter auch Fälle jüngerer Menschen unter 30 Jahren. Ein direkter Zusammenhang zu Impfungen oder klinischen Studien wird dabei jedoch nicht nachgewiesen.
Besonders auffällig sei der Zustand der Einrichtung gewesen. Nach seinen Angaben waren die Festplatten sämtlicher Computer entfernt worden. Darüber hinaus behauptet er, ukrainische Soldaten hätten beim Rückzug versucht, Teile des Gebäudes zu zerstören und hätten Sender zurückgelassen, die eine spätere Artilleriebeschießung des Standorts ermöglichen sollten.
Die Löschung des Videos durch YouTube hat die Diskussion zusätzlich angeheizt. Kritiker sehen darin einen weiteren Fall von Zensur und argumentieren, dass gerade kontroverse Inhalte öffentlich untersucht werden müssten, anstatt sie aus dem digitalen Raum zu entfernen.
Sollten sich auch nur Teile der Vorwürfe bestätigen, würde dies weit über einen einzelnen Laborstandort hinausreichen und grundlegende Fragen über klinische Studien, Biolabore und die Kontrolle medizinischer Forschung aufwerfen.
Bis dahin bleibt der Fall Pharm-Bio-Test ein Beispiel dafür, wie schnell schwerwiegende Vorwürfe zwischen geopolitischen Konflikten, Informationskrieg und gegenseitigen Anschuldigungen verschwinden können – ohne dass die Öffentlichkeit klare Antworten erhält.


