Jeffrey D. Sachs und Sybil Fares
Die Vereinigten Staaten1 holen ihr altes Drehbuch für einen Regimewechsel in Venezuela2 wieder hervor. Obwohl sich der Slogan von «Wiederherstellung der Demokratie» zu «Kampf gegen Drogenterroristen» geändert hat, bleibt das Ziel dasselbe, nämlich die Kontrolle über das Öl Venezuelas.3 Die Methoden der USA sind bekannt: Sanktionen,4 die die Wirtschaft strangulieren, Androhung von Gewalt und eine Belohnung von 50 Millionen Dollar für die Ergreifung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, als wäre dies der Wilde Westen.
Die USA sind kriegssüchtig. Mit der Umbenennung des Verteidigungs- in ein Kriegsministerium, einem vorgeschlagenen Pentagon-Budget5 von 1,01 Billionen Dollar6 und mehr als 750 Militärstützpunkten in rund 80 Ländern ist dies kein Land, das Frieden anstrebt. Seit zwei Jahrzehnten ist Venezuela ein ständiges Ziel des Regimewechsels durch die USA. Das Motiv, das


