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Während Trump den Iran bombardiert, baut Saudi-Arabien die Nachkriegsordnung des Nahen Ostens um

Noch bevor die ersten Bomben der Operation „Epic Fury“ fielen, soll in Riad bereits eine strategische Entscheidung getroffen worden sein. Laut dem vorliegenden Video führte der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman Ende Februar ein vertrauliches Gespräch mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian. Die Botschaft sei eindeutig gewesen: Saudi-Arabien werde weder sein Territorium noch seinen Luftraum für Angriffe auf den Iran zur Verfügung stellen.

Damit beginnt eine geopolitische Verschiebung, die laut der Analyse weit größer sein könnte als der Krieg selbst. Während Washington den Fokus auf militärische Eskalation richtete, habe Riad die Krise genutzt, um eine völlig neue Machtarchitektur im Nahen Osten aufzubauen.

Die zentrale These lautet: Saudi-Arabien versucht nicht mehr primär, amerikanische Interessen zu bedienen – sondern seine eigenen. Und diese Interessen unterscheiden sich zunehmend von denen Washingtons.

Der Bruch mit dem alten Petrodollar-System

Über Jahrzehnte beruhte das saudisch-amerikanische Verhältnis auf dem sogenannten Petrodollar-System. Saudi-Arabien verkaufte Öl ausschließlich in US-Dollar, investierte seine Überschüsse in amerikanische Staatsanleihen und erhielt im Gegenzug militärischen Schutz durch die USA.

Doch laut dem Video begann dieses System bereits lange vor dem aktuellen Krieg zu zerbrechen:

  • unter Obama durch das Iran-Atomabkommen ohne saudische Mitsprache
  • unter Biden durch die offene Konfrontation mit Riad
  • durch die geringere Abhängigkeit der USA vom Golföl infolge des amerikanischen Schieferölbooms

Der entscheidende Schritt erfolgte demnach still und nahezu unbeachtet im Jahr 2024: Saudi-Arabien ließ das jahrzehntealte Petrodollar-Abkommen auslaufen, ohne es zu verlängern.

Heute verkauft Saudi-Arabien zunehmend Öl an China in Yuan statt in Dollar. Parallel vertieft Riad die wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit Peking:

  • gemeinsame Marineübungen
  • Ausbau strategischer Investitionen
  • chinesische Raketen- und Rüstungskooperationen
  • Energieverträge außerhalb des Dollar-Systems

Laut der Analyse stirbt der Petrodollar nicht an einem einzigen Tag, sondern „durch hundert kleine Entscheidungen von hundert Regierungen“.

Ein neues Sicherheitsbündnis entsteht

Parallel dazu baut Saudi-Arabien offenbar an einer regionalen Sicherheitsarchitektur, die sich schrittweise von Washington löst. Im Zentrum steht ein informeller Block aus:

  • Saudi-Arabien
  • Türkei
  • Pakistan
  • Ägypten

Die Außenminister dieser Staaten trafen sich innerhalb weniger Wochen mehrfach:

  • in Riad
  • Islamabad
  • Antalya

Laut dem International Institute for Strategic Studies könnte dies die bedeutendste regionale Sicherheitsinitiative seit der Gründung des Golfkooperationsrates sein.

Die geopolitische Bedeutung dieses Blocks wäre enorm:

  • Saudi-Arabien kontrolliert gigantische Ölreserven
  • Ägypten kontrolliert den Suezkanal
  • die Türkei besitzt die zweitgrößte NATO-Armee
  • Pakistan verfügt über Atomwaffen

Gemeinsam repräsentieren diese Staaten rund 500 Millionen Menschen und einen strategischen Korridor vom Persischen Golf bis Zentralasien.

Saudischer Atomschirm durch Pakistan

Besonders brisant ist die im Video beschriebene Verteidigungsvereinbarung zwischen Saudi-Arabien und Pakistan aus dem Jahr 2025. Demnach gilt ein Angriff auf eines der beiden Länder als Angriff auf beide.

Da Pakistan über Atomwaffen verfügt, bedeutet dies faktisch:
Saudi-Arabien erhält erstmals einen nuklearen Schutzschirm – nicht durch Washington, sondern durch Islamabad.

Gleichzeitig soll die Türkei Gespräche über einen Beitritt zu diesem Bündnis führen. Damit entstünde eine Sicherheitsstruktur mit NATO-Anbindung, aber ohne amerikanische Kontrolle.

Die eigentliche Botschaft des Krieges

Der Krieg gegen den Iran habe laut der Analyse für Saudi-Arabien eine zentrale Erkenntnis offengelegt:
Die amerikanische Sicherheitsgarantie schützt primär Israel – nicht zwingend die Golfstaaten.

Iranische Raketen und Drohnen trafen saudische Infrastruktur, während Washington laut der Analyse vor allem die Verteidigung Israels priorisierte. Genau daraus leite Riad nun die Konsequenzen ab:

  • mehr strategische Eigenständigkeit
  • neue Sicherheitsallianzen
  • engere Bindungen an China
  • diplomatische Kanäle über Pakistan und die Türkei

Saudi-Arabien versuche damit, sich als zentraler Vermittler und Machtanker der Nachkriegsordnung zu positionieren – ohne sich offen auf die Seite Irans oder der USA zu schlagen.

Drei mögliche Szenarien

Das Video skizziert drei denkbare Entwicklungen:

1. Saudi-Arabien als Nachkriegs-Vermittler

Pakistan vermittelt mit saudischer und chinesischer Unterstützung ein Abkommen zwischen Washington und Teheran. Hormus öffnet wieder, Ölpreise fallen, und Saudi-Arabien wird zum diplomatischen Zentrum der neuen Golfordnung.

2. Dauerhafte Pattsituation

Die Waffenruhe bleibt instabil, Angriffe gehen weiter, Saudi-Arabien vertieft schrittweise seine Beziehungen zu China und reduziert langsam die Abhängigkeit von den USA.

3. Offener Bruch mit Washington

Eine weitere Eskalation zwingt Saudi-Arabien dazu, gemeinsam mit China und der Türkei eine internationale Waffenstillstandsinitiative gegen den Kurs Washingtons zu unterstützen. In diesem Fall würde der strategische Bruch zwischen den USA und Saudi-Arabien offen sichtbar werden.

Der eigentliche geopolitische Wandel

Die Analyse endet mit einer weitreichenden Schlussfolgerung:
Der Krieg gegen den Iran könnte weniger den Iran verändern als vielmehr die Machtstruktur des gesamten Nahen Ostens.

Während Washington auf militärische Dominanz setzt, baut Saudi-Arabien laut der Analyse bereits an der Welt nach dem Krieg:

  • mit China als Wirtschaftspartner
  • Pakistan als Sicherheitsgarant
  • der Türkei als militärischem Knotenpunkt
  • und Riad als neuem Zentrum regionaler Diplomatie.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr nur, wer den Krieg gewinnt.

Sondern:
Wer die Ordnung kontrolliert, die danach entsteht.