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Wann haben Sie Ihren Bierdeckel verloren, Herr Merz?

Peter Haisenko 

Bevor Friedrich Merz von Merkel weggebissen wurde, hatte er geradezu revolutionäre Ideen. Er wollte das Steuersystem so vereinfachen, dass die Steuererklärung auf einem Bierdeckel genügend Platz finden sollte. Deswegen hatte ich große Hoffnungen, als er dann doch noch Kanzler werden durfte.

Nicht nur deswegen. Merz hatte jahrelang Erfahrungen gesammelt in seiner Führungsposition bei Black Rock. In der Annahme, Merz hätte sich seine Ziele von ehedem bewahrt, hatte ich die Hoffnung, er würde sein Wissen um die Finanzwirtschaft zum Wohl der Deutschen verwenden. Mit diesem Wissen wäre er in der Lage zu erkennen, wie die Wirtschaft, die Bürokratie und die Finanzen reformiert werden müssen, damit es allen Deutschen besser gehen wird; damit den großen Betrügereien und der Ausbeutung Einhalt geboten werden kann. Auch im Wahlkampf vermittelte er den Eindruck, er wüsste, was zu tun ist und dass neue Schulden kein Weg zu nachhaltiger Wirtschaft sein können und wetterte gewaltig gegen solche Pläne. Wie sehr wurden die Wähler enttäuscht!