„Es ist, als würde man gegen eine Wand laufen“ – Eine dänische Aktivistin spricht über das Schweigen zu Impfnebenwirkungen
Interview mit Anette Friedrichsen, Impfgeschädigten-Aktivistin, Dänemark
In diesem Interview beschreibt die dänische Patientenrechtsaktivistin Anette Friedrichsen ein Gesundheitssystem, das weder ausgestattet noch willens ist, vermutete Impfschäden zu diagnostizieren oder zu behandeln – und dadurch Betroffene zwischen Unglauben und Bürokratie gefangen hält.
TrialSite News (TSN):
Anette, Sie unterstützen Dänen, die glauben, unter Impfschäden zu leiden. Was ist der schwierigste Teil ihres Weges durch das Gesundheitssystem?
Anette Friedrichsen:
Das System selbst. In Dänemark ist der Hausarzt der Torwächter. Man kann nicht direkt zu einem Spezialisten gehen – man braucht eine Überweisung. Und hier liegt das Problem: Wenn Ihr Arzt „Impfreaktion“ auf die Überweisung schreibt, wird sie meist abgelehnt. Es gibt in Dänemark keine Fachärzte, die Impfschäden behandeln. Also wird den Menschen buchstäblich gesagt, sie sollen damit leben.
TSN:
Und wenn sie trotzdem überwiesen werden?
Anette:
Dann treffen sie auf Spezialisten, die sagen, sie hätten weder die Tests noch die Behandlungen, um Impfschäden zu erkennen. Manche verschreiben Medikamente zur Symptombehandlung, ohne wirklich zu verstehen, was falsch ist – das kann gefährlich sein. Andere führen Scans durch, die den Schaden nie zeigen. Das Ergebnis?
Die Patienten drehen sich im Kreis – 30-tägige Wartelisten, mehrere Überweisungen, keine Diagnosecodes und keine Behandlung.
„Wenn du nicht stirbst, wirst du nach Hause geschickt“
TSN:
Was passiert, wenn die Symptome so schwer sind, dass man einen Krankenwagen ruft?
Anette:
Wenn du nicht stirbst, wirst du nach Hause geschickt und sollst wieder deinen Hausarzt aufsuchen. Der Notarzt kann keine weiterführenden Tests anordnen – nichts, was etwa Gerinnungsreaktionen oder Fehlregulationen des Immunsystems aufzeigen würde. Es ist eine Endlosschleife, die Menschen monatelang oder jahrelang festhält.
„Den Älteren wird gesagt, das sei nur das Alter“
TSN:
Sie haben gesagt, dass ältere Patienten noch größeren Hürden begegnen.
Anette:
Ja. Ältere Dänen vertrauen ihren Ärzten vollkommen. Wenn sie nach der Impfung ihre Gesundheit verlieren, wird ihnen gesagt, das sei einfach das Alter. Viele haben weder Smartphones noch Computer, also können sie keine Online-Meldungen über Nebenwirkungen abgeben. Ihre Ärzte tun das selten für sie.
Dadurch stammen die offiziellen Daten fast ausschließlich von jüngeren Menschen, die selbst berichten können.
„Keine Nachverfolgung, keine Anerkennung“
TSN:
Sie erwähnten auch, dass die dänischen Gesundheitsbehörden eine Studie in Nature zitierten, um Langzeitfolgen abzuweisen.
Anette:
Genau. Das Statens Serum Institut (SSI) nutzte Daten von Patienten, die zwar negative COVID-Tests, aber schwere Nebenwirkungen hatten – Herzversagen, Thrombosen, Nervenschäden –, um zu behaupten, es gebe keine langfristigen Impfschäden. Sie sagten, diese Erkrankungen kämen von „mildem COVID“, obwohl die Patienten gar kein COVID hatten. Ohne gründliche Untersuchung oder Nachverfolgung wird jeder Bericht als „nicht bewiesen“ eingestuft. Das ist herzzerreißend.
„Wir wollen nur Wissenschaft, kein Schweigen“
Anette:
Wir fordern keine Schuldzuweisungen – wir fordern Anerkennung, Tests, Wahrheit. Wenn niemand untersucht, kann auch niemand heilen.


