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Wie die Schweiz einen Herzchirurgen zum Star machte – und dabei 70 Menschen starben

von Nico Stino | Swissvox

Jahrelang war Francesco Maisano ein gefeierter Mann. Die Universitätsspital Zürich (USZ) stellte ihn der Öffentlichkeit als Visionär vor, das Schweizer Fernsehen liess ihn im Operationssaal glänzen, die Universität Zürich verlieh ihm einen Professorentitel – ohne dass er je ein Doktorat vorgelegt hätte. Die NZZ schwieg, der Tages-Anzeiger schwieg, SRF schwieg. Und während das Establishment applaudierte, starben in der Herzchirurgie des Unispitals Zürich zwischen 2014 und 2020 rund siebzig Menschen mehr als statistisch zu erwarten gewesen wären.

Das ist der Befund, den eine unabhängige Untersuchungskommission am 5. Mai 2026 öffentlich gemacht hat. 216 Seiten, drei