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Grenztruppen in Kroatien „bestrafen“ Geflüchtete mit der Zerstörung ihrer Mobiltelefone. Europol und Frontex wollen hingegen deren forensische Auswertung. – Alle Rechte vorbehalten Jack Sapoch

Wie Geflüchtete digital verfolgt werden

EU-Agenturen raten, verstärkt Mobiltelefone von Asylsuchenden auszulesen und geben dazu Handreichungen. Apps zur Verschlüsselung oder Verschleierung von Standorten werden in einem neuen Bericht als „Gegenmaßnahmen“ zur Überwachung beargwöhnt.

Oftmals sind die mitgeführten Handys die einzige Verbindung von Geflüchteten zu Angehörigen und Freund:innen im Herkunftsland oder anderswo. Sie enthalten Kontakte, persönliche Kommunikation wie auch Fotos und Videos zur Erinnerung an die Heimatländer. Nur innerhalb der Europäischen Union ist es möglich, Asyl in ihren Mitgliedstaaten zu beantragen. Deshalb sind die Telefone zudem eine unverzichtbare Hilfe, um in Aufnahmeländer zu navigieren und sich über dortige Bedingungen und Unterstützung zu informieren.

Auch für Behörden sind die Handys von Asylsuchenden von immer größerem Interesse