Bei der Finanzierung der Ukraine hat sich die EU auf einen zinslosen Kredit über 90 Milliarden Euro geeinigt. Ob dieses Geld die Situation in dem Krisenland grundlegend verbessern kann, ist fraglich.
Von Alex Männer
Nach langem Hin und Her haben sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union bei ihrem Gipfeltreffen am 19. Dezember auf einen neuen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine verständigt. Allerding handelt es sich dabei nicht um den sogenannten „Reparationskredit“, der zuvor von der EU-Kommission ausgearbeitet worden war und durch die direkte Enteignung der in Europa eingefrorenen russischen Vermögenswerte finanziert werden sollte.
Es stellte sich nämlich heraus, dass es sieben Mitgliedstaaten gibt, die sich gegen den räuberischen Plan der EU-Kommission aussprechen werden. Damit hat der gesunde Menschenverstand vorerst die Oberhand in dieser fragwürdigen Angelegenheit behalten. Allerdings wollen Deutschland, Polen und andere EU-Länder nicht ausschließen, dass die russischen Gelder künftig zur Finanzierung der Ukraine genutzt werden könnten.
Ursprünglich sollte der besagte Reparationskredit etwa 140 Milliarden Euro umfassen – also in etwa das Anderthalbfache von dem, was man jetzt zur Verfügung hat. Nach


