Sieben Menschen, die gesundheitliche Schäden durch eine COVID-19-Impfung geltend machen, verlangen vor einem Gericht in Leeuwarden persönliche Haftung von Bill Gates, Pfizer-Chef Albert Bourla, dem früheren Ministerpräsidenten Mark Rutte, dem niederländischen Staat und weiteren Beklagten. Nach der inhaltlichen Verhandlung rief ihr Anwalt Peter Stassen die Richter öffentlich dazu auf, «Farbe zu bekennen». Über die Vorwürfe selbst ist damit noch nicht entschieden.
Eine Zivilklage mit weitreichenden Vorwürfen
Die Kläger machen die Beklagten für Schäden verantwortlich, die sie nach eigenen Angaben infolge der COVID-19-Impfung erlitten haben. Neben Gates, Bourla, Rutte und dem niederländischen Staat richtet sich das Verfahren gegen 13 weitere Personen aus Politik, Wissenschaft, Medien und Wirtschaft. Die Kläger wollen die Beschuldigten persönlich haftbar machen und auch auf deren Privatvermögen zugreifen.
Stassen und sein Team vertreten dabei eine weitreichende These: COVID-19 sei nicht bloss eine Krankheit, sondern Teil eines geplanten Projekts gewesen, das sie mit dem Begriff «The Great Reset» verbinden. Diese Darstellung ist die Position der Klägerseite, nicht eine gerichtliche Feststellung.
Nach der inhaltlichen Verhandlung vor der Rechtbank Noord-Nederland in Leeuwarden trat Stassen vor Unterstützern auf. Er erklärte, sein Team verfüge über entscheidende Belege, die das gesamte COVID-Narrativ als betrügerisch entlarven könnten. Dass diese Beweise im Gerichtssaal kaum erörtert worden seien, wertete er als bedeutsam. Zugleich sagte er, die Richter würden an einem späteren Punkt des Verfahrens nicht um eine Auseinandersetzung mit diesem Vorwurf herumkommen. Vor der Menge forderte er das Gericht auf, sich auf die Seite der Bürger oder auf die Seite der von den Klägern so bezeichneten «Ausführenden des COVID-Projekts» zu stellen.
“Choose your side!” 🔴BREAKING: Attorney Peter W.H. Stassen receives a hero’s welcome outside the District Court of the Northern Netherlands following the substantive hearing on the merits which took place today. “They know we have crucial evidence that the whole Covid-19 narrative is fake” Expert witnesses Sasha Latypova and Dr Joseph Sansone, as well as claimant Reggie Dijkstra offer their reflections of the day’s events. @sasha_latypova @PhdSansone
— Fiona Rose Diamond (@CoviLeaks) October 22, 2026
Latypova weist Darstellung ihrer Aussagen zurück
Als sachverständige Zeugin trat Sasha Latypova auf, eine frühere Führungskraft der Pharmaindustrie. Sie sagte, sie sei ebenso wie die anderen Sachverständigen auf eigene Kosten nach Leeuwarden gereist. Latypova widersprach öffentlich der Darstellung der Anwälte der Beklagten, sie verfüge lediglich über einen Bachelorabschluss. Sie erklärte, sie habe einen Hochschulabschluss des Dartmouth College und jahrzehntelang für mehr als 60 Pharmaunternehmen weltweit gearbeitet. Dabei habe sie direkten Kontakt zu Aufsichtsbehörden wie der US-amerikanischen FDA und der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA gehabt.
Auch ihre Aussage zu den Impfstoffen sei, so Latypova, von der Gegenseite verzerrt worden: Sie habe nicht behauptet, die Impfstoffe seien Biowaffen, sondern, sie seien von biologischen Waffen nicht zu unterscheiden. Diese Unterscheidung sei rechtlich und wissenschaftlich relevant, betonte sie. Es handelt sich dabei um Latypovas eigene Wiedergabe ihrer Aussage und ihrer Auseinandersetzung mit den gegnerischen Anwälten.
Sansone beruft sich auf Francis Boyle
Der Psychotherapeut Joseph Sansone, ebenfalls als Sachverständiger in Leeuwarden, verwies auf den Rechtswissenschaftler Francis Boyle. Boyle, der 1989 das US-amerikanische Gesetz gegen biologische Waffen ausgearbeitet habe, habe im Dezember 2020 öffentlich erklärt, die Injektionen seien als Biowaffen einzustufen, sagte Sansone. Dass das Gericht diese Spur nicht untersucht habe, wertete er als kein Zufall.
Vor den Unterstützern sprach Sansone von den Toten und Sterbenden, in deren Namen sie dort stünden. Er forderte die Menge auf, genug Zorn zu entwickeln, damit die Verantwortlichen Angst vor den Folgen hätten, und sagte, Gerechtigkeit werde folgen. Das sind Sansones Aussagen; das Gericht hat damit keine entsprechenden Feststellungen getroffen.
Latypova sieht in den Niederlanden andere rechtliche Möglichkeiten
Latypova stellte das Verfahren den Möglichkeiten in den USA gegenüber. Dort sei es wegen der Immunität von Pharmaunternehmen und Amtsträgern nahezu unmöglich, die Beteiligten haftbar zu machen, sagte sie. In den Niederlanden seien die rechtlichen Möglichkeiten anders. Dass das Gericht die Klage als verhandlungsfähig anerkannt habe, wertete Latypova bereits als Erfolg und als historisch. Ihre Einschätzung beschreibt die Bedeutung, die sie dem Verfahren beimisst.
Bill Gates hatte zuvor versucht, die Klage abweisen zu lassen; damit scheiterte er. Nach Angaben des juristischen Teams liegen dem Gericht inzwischen Unterlagen und Beweise von Latypova, Mike Yeadon, Catherine Austin Fitts und Sansone vor. Das Team hält das Material für ein historisches Dossier, das künftige Verfahren weltweit unterstützen könne. Ob und wie ein Gericht diese Belege bewertet, ist damit nicht vorweggenommen.
Kläger Reggie Dijkstra sagte, die Beteiligten würden auch im Fall einer Niederlage weitermachen. Der Prozess dreht sich damit weiterhin um die zentrale Forderung der Kläger: Die Beklagten sollen für die von ihnen geltend gemachten Impfschäden persönlich einstehen.


