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Pädophiler Präsident: Trump und Epstein stritten darüber, wer einer 13-Jährigen die Jungfräulichkeit nehmen würde, heisst es in einem neuen Bericht des Repräsentantenhauses

Verfasst von Alan Macleod

Ein neu veröffentlichter Bericht des von Demokraten geführten Justizausschusses des Repräsentantenhauses Bericht wirft weiteres Licht auf die enge Beziehung zwischen Präsident Donald Trump und Jeffrey Epstein. Das Dokument mit dem Titel «‚Wir haben gewisse Dinge gemeinsam, Jeffrey‘: Der gegen Donald Trump in den Epstein-Akten entstehende Fall und die verzweifelten Bemühungen des Justizministeriums, ihn zu vertuschen» stützt sich auf die Aussagen von elf Frauen. Fünf von ihnen behaupteten, Trump habe sie in Anwesenheit des in Ungnade gefallenen Finanziers vergewaltigt oder sexuell missbraucht. Zwei dieser Frauen waren zum Zeitpunkt der mutmasslichen Ereignisse 13-jährige Kinder.

Der Bericht stellt sowohl Trump als auch Paolo Zampolli, den ehemaligen Sonderbeauftragten der Vereinigten Staaten für globale Partnerschaften, als Mitglieder von Epsteins innerem Kreis des Menschenhandels dar. Zudem dokumentiert er, wie Trumps Justizministerium (DOJ) «die Epstein-Ermittlungen zu etwaigen Mitverschwörern aktiv behinderte» und versuchte, die Veröffentlichung der Epstein-Akten zu verhindern, um den Präsidenten zu schützen.

Trotzdem erscheint Trumps Name in den veröffentlichten Epstein-Akten weiterhin rund 38 000 Mal. Epstein selbst behauptete, er habe Trump mit dessen späterer Ehefrau Melania bekannt gemacht und das Paar habe zum ersten Mal an Bord seines berüchtigten «Lolita Express»-Jets Sex gehabt. Melania war damals Model bei Zampollis Agentur.

Zahlreiche Frauen melden sich zu Wort

Beatrice Keul – 1993 nahm Miss Schweiz Beatrice Keul in New York an Trumps American Dream Pageant teil. Dort traf sie sowohl den künftigen Präsidenten als auch Jeffrey Epstein. Trump bot an, ihr einen Studienplatz an der New York University zu verschaffen und Zampolli damit zu beauftragen, ihr Visum zu organisieren. Epstein habe sich, so sagte sie, als «Dons bester Freund» bezeichnet.

Keul ging zu einer Suite im Plaza Hotel, weil sie dachte, dort finde ein Treffen wegen der NYU statt. Als sie die Suite betrat, habe Trump sie jedoch von hinten gepackt und «brutal» vergewaltigt, sagte sie. Dabei habe er ihr Kleid zerrissen und an ihrem Körper Blutergüsse verursacht.

«Katie Johnson» – (ein Pseudonym) behauptet in einer Klage, Trump habe sie 1994 mehrfach vergewaltigt und sexuell missbraucht, als sie gerade einmal 13 Jahre alt war. Auf einer Epstein-Party in New York sei ihr befohlen worden, sich bis auf die Unterwäsche auszuziehen, Epstein zu massieren und Trumps Penis zu berühren. Trump und Epstein hätten darüber gestritten, wer ihr die Jungfräulichkeit nehmen würde. Epstein sei wütend geworden und habe sie «gewaltsam vergewaltigt», als er herausfand, dass Trump dies bereits getan hatte.

Johnson behauptet ausserdem, Trump und Epstein hätten ihr mit dem Tod gedroht, falls sie sich an die Behörden wende. Sie hätten gesagt: «Wir lassen dich verschwinden wie [Name geschwärzt].»

In einer separaten Beschwerdesagte Johnson, sie habe Trump bei einem anderen Vorfall angefleht, ein Kondom zu benutzen. Daraufhin habe er ihr ins Gesicht geschlagen und geschrien, er «würde tun, was immer er wolle». Nachdem er fertig gewesen sei, habe Trump ihr Geld zugeworfen und geschrien: «Lass verdammt noch mal abtreiben.»

Jane Doe 4 – Eine weitere damals 13-Jährige, die Trump mutmasslich missbrauchte, war Jane Doe 4. Sie sagte dem FBI, sie habe Trump 1983 während des Oralverkehrs gebissen, woraufhin er ihr ins Gesicht geschlagen habe. Epstein habe sie mehrfach nach New York geflogen, wo sie bei «intimen Treffen mit anderen prominenten, reichen Männern» als «Frischfleisch» angeboten worden sei. Dort sei sie von diesen Männern «brutal und gewaltsam misshandelt, angegriffen und vergewaltigt» worden.

Stacey Williams – Williams, ein Bademodenmodel von Sports Illustrated, war in den 1990er-Jahren mit Epstein zusammen. Während einer Weihnachtsfeier Trumps im Plaza Hotel habe Trump sie vor Epstein begrapscht, sagte sie. «Seine Hände waren überall auf mir. Sie waren auf meinen Brüsten, auf meinem Hintern, auf, wissen Sie, meinen Hüften, auf und ab», sagte sie. Epstein habe sie dafür beschimpft, dass sie Trump habe anfassen lassen.

Jill Harth – Harth behauptet, Trump habe sie 1993 in das Schlafzimmer seiner Tochter in Mar-a-Lago gedrängt, sie geküsst und begrapscht und daran gehindert, den Raum zu verlassen.

Jane Doe 1 – Im Alter von gerade einmal 14 Jahren brachte Epstein sie zu Trumps Anwesen Mar-a-Lago und sagte zu ihm: «Die ist eine Gute, hm?», worauf Trump «Ja» antwortete. Sie schilderte ausführlich den sexuellen Missbrauch, den sie durch Epstein und andere erfahren hatte, nannte Trump jedoch nicht als einen dieser Täter.

Maria Farmer – Epsteins ehemalige Assistentin behauptet, Donald Trump sei in Epsteins New Yorker Büro auf einschüchternde, «räuberische» Weise hineingestürmt, als sie dort war. Dann sei Epstein aufgetaucht und habe Trump gesagt, Farmer sei «nicht für dich», und ihn in einen anderen Raum geführt, in dem Farmer zufolge ein anderes Mädchen wartete. Sie sagte auch, Trump habe erklärt, er «habe gedacht, sie sei 16», obwohl sie damals tatsächlich 25 Jahre alt war.

«Kate» – Kate (ein weiteres Pseudonym) sagt, Epsteins Partnerin Ghislaine Maxwell habe sie Trump vorgestellt, «in dem klaren Bewusstsein, dass sie für Sex zur Verfügung stand». Zu diesem Sex sei es, sagte sie, nicht gekommen. 1997 veröffentlichte die britische Boulevardzeitung The Sunday Mirror jedoch eine Geschichte, in der berichtet wurde, wie «Amerikas bekanntester Milliardär Donald Trump dem Zauber einer 20-jährigen Engländerin erlegen ist» (Kate). Zudem hiess es darin, Maxwell habe Trump «mehrere ihrer attraktiven Freundinnen vorgestellt». The Sunday Mirror gehörte Ghislaine Maxwells Vater, Robert Maxwell, bis zu seinem Tod im Jahr 1991.

Die Realität verschleiern

Viele dieser Anschuldigungen waren bereits öffentlich bekannt. Dass sie nun in einer offiziellen Regierungsveröffentlichung erscheinen, ist jedoch von grosser Bedeutung, insbesondere weil der Bericht zu dem Schluss kommt , es gebe «mehr als genug Beweise» gegen Trump und er «müsse untersucht und strafrechtlich verfolgt werden».

Der Bericht geht auch ausführlich darauf ein, was er als «unerbittliche» Vertuschung durch Trumps Justizministerium zum Schutz des Präsidenten bezeichnet. Wie der Bericht festhält, wurden Trump und sein Team bei ihrer vehementen Verteidigung dabei ertappt, «dreiste Lügen» über seine Beziehung zu Epstein zu verbreiten.

Zu diesen Lügen zählt laut Bericht Trumps Behauptung, er habe Epstein aus Mar-a-Lago geworfen, nachdem dieser als «Widerling» aufgefallen sei. Diese Behauptung, so der Bericht, widerspricht Trump selbst. Ein Dokument aus dem Jahr 2009, das ein Gespräch zwischen Trump, dem Manager seines Anwesens Mar-a-Lago und seinem Anwaltsteam festhält, zeigt, dass Trump zugab und sein Manager bestätigte, Epstein sei «nie aufgefordert worden, das Anwesen zu verlassen». «Dieses Dokument ist in der DOJ-Datenbank weiterhin geschwärzt, in eindeutiger Verletzung des Bundesrechts», hält der Bericht des Repräsentantenhauses fest.

2024 beteuerte Trump auch in den sozialen Medien, er sei «nie in Epsteins Flugzeug gewesen». Flugaufzeichnungen zeigen jedoch, dass er allein in den 1990er-Jahren mindestens achtmal mit dem «Lolita Express» geflogen ist.

Darüber hinaus richtet sich der Bericht gegen Trumps Justizministerium, das nach seinen Angaben versucht habe, die Wahrheit zu verschleiern und die Öffentlichkeit daran zu hindern, mehr über den Fall zu erfahren. Um Trumps Beziehung zu Epstein «zu vertuschen», heisst es darin, habe das «DOJ die Ermittlungen zu möglichen Mitverschwörern aktiv behindert, versucht, die Veröffentlichung der Epstein-Akten zu verhindern, und anschliessend einen unvollständigen und stark geschwärzten Bestand veröffentlicht – während es zugleich wichtige Informationen über Trump zurückhielt».

Infolgedessen, so der Schluss des Berichts, habe das DOJ faktisch «all jenen Straffreiheit gewährt, die an diesem jahrzehntelangen, milliardenschweren internationalen Sexhandelsring beteiligt waren, der mehr als 1’000 Frauen und Mädchen zu Opfern machte».

Aussichten auf Gerechtigkeit

Der Bericht enthält zahlreiche explosive Anschuldigungen und fordert ausdrücklich eine Sonderermittlung sowie eine Strafverfolgung. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass er zumindest kurzfristig echte Konsequenzen nach sich zieht. Verfasst wurde der Bericht von den Demokraten im Repräsentantenhaus, die im Kongress in der Minderheit sind und ohne Unterstützung einiger Republikaner weder Zeugenaussagen erzwingen noch mittels Vorladungen Dokumente anfordern können. Nur wenige Republikaner haben sich für mehr Transparenz in Bezug auf Epstein ausgesprochen; jene, die es getan haben, etwa Thomas Massie oder Marjorie Taylor Greene, wurden von der Partei angegriffen und an den Rand gedrängt.

Die Aussichten für die Ermittlungen könnten sich drastisch ändern, falls die Demokraten in einer der beiden Kammern wieder die Mehrheit erringen. Es käme jedoch darauf an, dass sie ihre Rhetorik in die Tat umsetzen und den Präsidenten tatsächlich strafrechtlich verfolgen. Historisch gesehen haben die Demokraten wenig Interesse daran gezeigt, einen politischen Bürgerkrieg auszurufen. Hinzu kommen die eigenen Verbindungen des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton zu Epstein.

Das Weisse Haus tat den Bericht als „nichts weiter als einen verzweifelten Versuch wahnsinniger Demokraten, die Amerikaner von der wachsenden Dynamik der Republikaner abzulenken, die von den historischen Errungenschaften von Präsident Trump angetrieben wird“ ab.

Es bleibt völlig ungewiss, ob Trump infolge dieses Berichts tatsächlich Konsequenzen zu tragen haben wird. Klar ist jedoch, dass seine Beziehung zum berüchtigtsten pädophilen Sexualstraftäter und Menschenhändler der Welt wesentlich enger ist, als vielen bewusst ist.

MintPress News hat die Entwicklung der Epstein-Geschichte aufmerksam verfolgt. Unsere Reihe «Zu gross zum Scheitern» beleuchtet Epsteins Verbindungen zu US-amerikanischen und ausländischen Geheimdiensten sowie zur organisierten Kriminalität und zeigt, wie sexualisierte Erpressung zu einem institutionalisierten Instrument des nationalen Sicherheitsapparats wurde.

Anfang dieses Jahres veröffentlichten wir eine Untersuchung über die enge Beziehung zwischen Epstein und dem renommierten Wissenschaftler Noam Chomsky, der Epstein als seinen «besten Freund» betrachtete.

Weitere Informationen zu den engen Verbindungen der Familie Maxwell zur US-amerikanischen und israelischen Staatsmacht finden Sie in unserer Untersuchung: «Die CIA, der Mossad und Epstein: Die Geheimdienstverbindungen der Familie Maxwell aufdecken».