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Aus eigenem Erleben: Die Corona-Lage in Russland

Aus eigenem Erleben: Die Corona-Lage in Russland

Ich werde immer wieder gebeten, mal wieder etwas über die Corona-Lage in Russland zu schreiben, was ich hiermit tue.

Das letzte Mal habe ich Anfang Juli darüber geschrieben, wie ich die Corona-Lage in Russland wahrnehme. Dass ich danach nicht mehr darüber geschrieben habe, liegt daran, dass sich eigentlich nichts geändert hat. Covid-19 ist in Russland nicht das beherrschende Thema und Gespräche drehen sich nur selten um Corona und Impfungen. Dabei ist es egal, ob man mit Freunden zu Hause sitzt, bei Gassigehen mit anderen Hundebesitzern auf dem Hundeplatz plaudert, Smalltalk mit dem Taxifahrer hat und so weiter. Corona ist praktisch kein Thema.

Auch wenn die russische Regierung inzwischen auf teilweise drastische Weise die Zahl der Geimpften erhöhen möchte, indem sie Arbeitgeber dazu drängt, dass mindestens 60 Prozent der Belegschaft geimpft sein müssen, oder indem in Moskau de facto eine Impfpflicht für alle gilt, die eng mit Menschen arbeiten, spielt Corona in den russischen Medien kaum eine Rolle. Anders als in Deutschland ist Covid-19 nicht das beherrschende Thema der Nachrichten, selbst die aktuellen Zahlen werden fast nicht gemeldet und auf