Reiner Fuellmich
Ein Schrei des Widerstands aus den Tiefen eines deutschen Gefängnisses.
Am 19. April 2026 ließ der Anwalt und ehemalige Mitinitiator des Corona-Ausschusses, Dr. Reiner Fuellmich, eine lange, explosive Erklärung an seine zehntausenden Abonnenten auf Substack übermitteln. Seit seiner spektakulären Verhaftung in Mexiko im Jahr 2023 inhaftiert, scheint der Mann, der durch seine scharfen Untersuchungen zum Umgang mit der Covid-19-Pandemie bekannt wurde, nichts von seiner Kampfkraft verloren zu haben. Im Gegenteil: Er behauptet, sein Prozess sei „gefälscht“ gewesen, er sei Opfer einer Entführung und von „weißer Folter“ geworden, und er verfüge nun endlich über Beweise, um die gesamte Angelegenheit zum Einsturz zu bringen.
Der Kontext in wenigen Worten
Reiner Fuellmich, ein auf Sammelklagen spezialisierter Anwalt, hatte während der Pandemie gemeinsam mit anderen den „Corona Investigative Committee“ gegründet. Offizielles Ziel: Beweise für internationale Klagen gegen politische, wissenschaftliche und wirtschaftliche Verantwortliche dessen zu sammeln, was er als „größten Betrug der Geschichte“ bezeichnete. Es flossen erhebliche Spenden. In Deutschland wird ihm jedoch vorgeworfen, einen Teil dieser Gelder über fingierte Darlehensverträge zu seinem eigenen Vorteil und dem von Angehörigen veruntreut zu haben. Im April 2025 verurteilte ihn ein Richter zu einer langen Haftstrafe. Fuellmich hat stets von einer Verschwörung und einem politischen Prozess gesprochen.
Die zwei „Bomben“ seiner neuen Erklärung
In seinem Text erklärt Fuellmich, dass zwei jüngste Ereignisse alles verändert hätten und es ihm ermöglichen würden, seine Zivilklage auf Schadensersatz (die er als „unzerstörbar“ bezeichnet) zu stärken.
Das „unfreiwillige Geständnis“ von Viviane Fischer
Seine ehemalige Mitorganisatorin des Corona-Ausschusses veröffentlichte Ende Dezember 2025 einen Artikel auf ihrer eigenen Plattform. Darin schreibt sie ausdrücklich, dass die besagten Darlehensverträge „fingierte Verträge“ gewesen seien. Während des Prozesses waren die Aussagen (ihre sowie die von zwei Berliner Anwälten, Justus Hoffmann und Antonia Fischer) jedoch wesentlich vager oder widersprüchlich gewesen. Für Fuellmich ist dies der Beweis, dass mehrere Personen vor Gericht gelogen hätten. Richter Schindler habe sein Urteil auf eine „stillschweigende geheime Vereinbarung“ gestützt, die weder schriftlich noch mündlich existiere. Ergebnis: Seiner Ansicht nach ruht die Verurteilung auf Sand. Er fordert sogar Ermittlungen wegen Falschaussage und „Rechtsbeugung“ gegen den Richter.
Angebliche Verbindungen zu einem Epstein-Netzwerk
Zweiter Schock: Ein Beschluss des Gerichts in Göttingen lässt ihn vermuten, dass seine Verfolger (die seine Auslieferung aus Mexiko organisiert haben) einem Umfeld angehören oder dieses schützen, das mit der Epstein-Affäre verbunden ist. Er spricht von rituellem Missbrauch von Kindern, von „Babyessern“ (in seinen eigenen Worten) und von massiven Investitionen ultrareicher Kreise in die Pandemie. Er verweist insbesondere auf die Epstein-Dokumente sowie auf eine angebliche Rolle von Bill Gates.
„All dies wird untersucht und bis ins kleinste Detail offengelegt werden“, verspricht er und fügt hinzu, dass seine Teams bereits an einem Plan arbeiten, der „außerhalb der korrupten Justizsysteme der westlichen Welt“ umgesetzt werden soll.
„Nichts hat mich gebrochen“
Der Ton des Schreibens ist besonders drastisch. Fuellmich schildert Haftbedingungen, die er als sadistisch und satanisch beschreibt („weiße Folter“: Isolation, sensorische Deprivation, permanenter Druck). Dennoch betont er:
„Nur um alle zu beruhigen: Ich stehe immer noch. Nichts von dem, was die Monster getan haben, um mich zu brechen und zum Schweigen zu bringen, hat funktioniert.“
Er versichert, dass ihn diese Erfahrungen sogar in seiner Überzeugung bestärkt hätten, dass Gefängnisse nicht notwendig seien: „Die Monster werden auf andere Weise beseitigt.“ Er schließt mit einer kämpferischen Hoffnung:
„Wir werden in einer menschlichen, sauberen Welt leben… unserer Welt, ohne jegliche Monster.“
Warum sorgt diese Erklärung für so viel Aufsehen?
Für seine zahlreichen Unterstützer (die ihn als verfolgten Whistleblower sehen) ist dies die Bestätigung, dass die Affäre weit über einen einfachen finanziellen Streit hinausgeht: Es handle sich um eine Rache des „Deep State“ gegen jemanden, der die Verantwortlichen der Pandemie vor Gericht bringen wollte.
Für seine Kritiker hingegen bewegen sich diese Anschuldigungen im Bereich von Verschwörungstheorien, die juristische Fakten mit Fantasien vermischen (Epstein, Rituale usw.). Der Fall bleibt äußerst umstritten: Die deutschen Behörden bestehen darauf, dass es sich um ein gewöhnliches Strafverfahren wegen Veruntreuung von Spendengeldern handelt.
Wie dem auch sei, selbst hinter Gittern mobilisiert Reiner Fuellmich weiterhin. Seine aktualisierte Zivilklage und sein Aufruf, die traditionellen Gerichte zu umgehen, könnten die juristische und mediale Debatte in den kommenden Monaten erneut anheizen.
Ein Kampf, der nicht an den Gefängnismauern endet
Ob man seiner Sicht der Dinge folgt oder nicht – die Person beeindruckt durch ihre Beharrlichkeit. Es bleibt abzuwarten, ob seine neuen „Beweise“ vor einer Justiz Bestand haben werden, die er selbst beschuldigt, in den Händen der „Monster“ zu sein.
Die Zukunft wird – wie immer – entscheiden.
Anmerkung der Redaktion: basiert auf der offiziellen Erklärung von Dr. Reiner Fuellmich vom 19. April 2026. Die dargestellten Elemente werden als seine persönlichen Aussagen wiedergegeben; sie sind Gegenstand laufender Verfahren.


