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„Bitte keine Informationen auf die Mühle von Impf-Skeptikern“
Keystone/Peter Schneider

„Bitte keine Informationen auf die Mühle von Impf-Skeptikern“

In Krisenzeiten sollen Medien, auch Infosperber, die Behörden unterstützen und für ein erwünschtes Verhalten sorgen, sagen manche.

Medien sollen nicht zu viele Ungereimtheiten der Corona-Politik aufdecken, wenn dies dazu beitragen könnte, dass sich weniger Menschen impfen lassen. So der Tenor einiger Leserbriefe.

Eine „konsequente Verunsicherung der Leserschaft“ kritisierte etwa Ueli Custer: „Durch Leute wie Sie wird der Vertrauensverlust in die Medien und Behörden gezielt gefördert.“

Offensichtlich erwarten etliche Bürgerinnen und Bürger, dass sich auch die Medien in den Dienst der nationalen Impfkampagne stellen und diese möglichst nicht stören. Sie ärgern sich deshalb über Informationen, welche die offizielle Politik hinterfragen und die Glaubwürdigkeit von Autoritäten punktuell in Frage stellen.

Am besten sollten sich die Medien gegenüber der Coronapolitik des Bundesrats wohl so verhalten wie etwa die staatlichen Medien in China zur dortigen Corona-Politik.

Diese – zum Glück meistens nicht derart extreme – Haltung gründet auf der Überzeugung, dass sich möglichst alle impfen lassen sollen, weil nur so auf Zertifikatspflicht und auf Masken verzichtet und die Spitäler entlastet werden könnten.

Wer andererseits auch oder gerade in Krisenzeiten erwartet, dass Medien ihre