Gestern, am 19. November 2025, war Colonel Douglas Macgregor erneut zu Gast bei Richter Andrew Napolitano in dessen Sendung Judging Freedom. In einem fast eineinhalbstündigen Gespräch legte der ehemalige Berater des Pentagon-Chefs und scharfe Kritiker der US-Außenpolitik eine schonungslose Analyse der aktuellen geopolitischen Lage vor – und kam zu einem ernüchternden Schluss: Die Vereinigten Staaten steuern mit hoher Geschwindigkeit auf mehrere Kriege gleichzeitig zu – vor allem in Venezuela, möglicherweise auch weiterhin in der Ukraine und im Nahen Osten.
1. Venezuela – Der nächste große amerikanische Raubzug
Macgregor hält eine US-Militäroperation gegen Venezuela (intern „Southern Spear“ genannt) nicht nur für wahrscheinlich, sondern für nahezu beschlossene Sache.
17.000 Soldaten in Puerto Rico, 10.000 Marines auf Schiffen vor der Küste, Luftlandedivisionen in Bereitschaft – alles ist bereits in Position.
Seine Einschätzung ist vernichtend:
„Venezuela ist kein Panama. Man kann leicht rein kommen, aber nicht mehr raus. Caracas liegt in einem Talkessel, umgeben von Bergen. Es gibt nur ein paar Tunnel. Will man das Land wirklich kontrollieren, braucht man Hunderttausende Soldaten – und eine neue Regierung, die sofort akzeptiert wird. Das wird nicht passieren.“
Der eigentliche Grund für einen Einmarsch ist laut Macgregor nicht Demokratie oder Menschenrechte, sondern schlicht Plünderung.
„Banker haben mir privat gesagt: Wenn wir Venezuela vollständig kontrollieren, können wir Ressourcen im Wert von geschätzten 19 Billionen Dollar herausziehen – Öl, Gas, Gold, Smaragd, seltene Erden. Das würde unsere Staatsverschuldung praktisch halbieren.“
Macgregor sieht hier dieselben Kreise am Werk, die auch den Krieg gegen Iran und den Proxy-Krieg in der Ukraine vorantreiben:
„Die gleichen zionistischen Milliardäre, die Trump finanzieren und den Greater-Israel-Plan wollen, haben jetzt viel mehr zu verlieren. Der Dollar verliert an Dominanz. Russland und Iran konnten wir nicht brechen. Jetzt wird Venezuela als leichtes Opfer gesehen – low-hanging fruit.“
Besonders brisant: Er hält es für wahrscheinlich, dass Russland im Falle eines US-Einmarsches in Venezuela einen Proxy-Krieg gegen die USA führen würde – mit brasilianischen, kolumbianischen und venezolanischen Paramilitärs, unterstützt durch russische Waffen und Aufklärung.
„Wenn ich Russe wäre, würde ich genau das tun – nach allem, was wir ihnen in der Ukraine angetan haben.“
2. Kuba – Das nächste Ziel nach Maduro?
Ein Nebenziel der Venezuela-Operation wäre, die Ölversorgung Kubas abzuschneiden.
„Rubio weiß genau, dass Sanktionen und Öl-Embargo kein Regime ändern – sie verarmen nur das Volk. Aber Kuba ist heute schwächer denn je. Wenn Maduro fällt, glauben manche in Washington, können sie auch gleich noch das Regime in Havanna wegputschen.“
3. Japan und Südkorea wollen die Amerikaner loshaben
Macgregor enthüllte eine Wahrheit, die in Washington niemand hören will:
Japan und Südkorea warten nur darauf, dass die USA endlich abziehen.
„Die Japaner haben ihre Premierministerin bereits zurückgepfiffen, als sie China drohte. Die kaiserliche Bürokratie – die eigentlich regiert – will keinen Krieg mit China. Sie wollen freie Hand. Sie können über Nacht Atomwaffen bauen und werden es auch tun, sobald wir weg sind. Sie wollen keine amerikanischen Basen mehr, die sie in Konflikte ziehen.“
Dasselbe gelte für Südkorea:
„Die neue nationalistische Regierung will uns raus. Solange wir da sind, gibt es keinen dauerhaften Frieden mit dem Norden. Wir sind nicht mehr Schild – wir sind Konfliktkatalysator.“
Macgregors Prognose:
„Sobald wir gehen, wird Japan die neue Ordnungsmacht in Ostasien. Nicht mit Armeen auf dem Festland, sondern zur See. China akzeptiert das. China dominiert das Festland, Japan das Meer. Das ist der Deal, der kommen wird – ohne uns.“
4. Ukraine – Selenskyj ist erledigt, aber Europa blockiert den Frieden
Macgregor sieht das Ende des Selenskyj-Regimes als besiegelt an.
„Die Korruption ist so grotesk, dass verwundete Soldaten selbst bezahlen müssen, um ins Krankenhaus zu kommen. Witwen bekommen kein Geld – alles wird von Offizieren eingesteckt. Selenskyj hat mindestens eine Milliarde in bar, sagen Leute aus der Schweiz. Die beiden kürzlich verhafteten Minister sind Kleinvieh.“
Er glaubt, dass Putin jederzeit bis zum Dnepr und dann nach Kiew durchmarschieren könnte – aber er will es nicht, weil er keinen totalen Krieg mit dem Westen riskieren will und hofft, endlich wieder Geschäfte mit den USA machen zu können.
Die aktuellen Geheimverhandlungen zwischen Steve Witkoff (Trump-Vertrauter) und Putins Umfeld bewertet Macgregor vorsichtig optimistisch:
„Putin hat gesagt, er sei erfreut, dass endlich russische Interessen berücksichtigt werden. Das ist das erste Mal.“
Allerdings warnt er:
„Selenskyj muss weg. Die Russen wollen eine komplett neue, neutrale Regierung. Sonst ist jeder Frieden nur ein Waffenstillstand bis zum nächsten Krieg. Und die Europäer – vor allem die Globalisten in Brüssel und den Regierungen – werden alles tun, um einen Frieden zu sabotieren, weil sie sonst zugeben müssten, dass sie von Anfang an falsch lagen.“
5. Deutschland wird NATO und EU verlassen
Eine der stärksten Thesen des gesamten Interviews:
Deutschland wird die NATO und die EU verlassen – und das ist unausweichlich.
„Die Globalisten sind ein Relikt des Zweiten Weltkriegs. Das Sprichwort ‚NATO existiert, um die Russen draußen und die Deutschen unten zu halten‘ hat die Deutschen jahrzehntelang gedemütigt. Jetzt ist Schluss. Die nächste Regierung – und es wird eine nationalistische sein, möglicherweise nicht sofort die AfD, aber definitiv Deutschland-zuerst – wird austreten.“
Macgregor weiter:
„Deutschland wurde deindustrialisiert, ausgebeutet, mit Migranten überflutet, kriminalisiert. Die junge Generation will das nicht mehr. Wenn Deutschland geht, wird es seine Beziehungen zu Russland wiederherstellen. Das war über 400 Jahre – außer in den zwei vermeidbaren Weltkriegen – immer gut. Eine deutsch-russische Achse würde Frankreich und Großbritannien strategisch irrelevant machen. Und genau das kommt.“
Fazit von Colonel Macgregor
„Wir befinden uns im Niedergang – wirtschaftlich, militärisch, gesellschaftlich. Russen, Chinesen, Inder sehen uns als gefährlichen, irrationalen Akteur. Sie versuchen, unseren Kollaps zu managen, ohne Krieg zu riskieren. Aber wir machen es ihnen immer schwerer.“
Seine abschließende Warnung:
Venezuela könnte der Auslöser werden.
Wenn die USA dort einmarschieren, riskieren sie einen neuen, langen Guerillakrieg – diesmal gegen eine von Russland unterstützte Front. Und niemand in Washington scheint einen Plan zu haben, wie man jemals wieder herauskommt.
Das Interview vom 19. November 2025 gehört zu den wichtigsten geopolitischen Analysen der letzten Jahre. Colonel Macgregor hat selten so offen gesprochen. Wer die Zeichen liest, erkennt: Die Nachkriegsordnung der USA endet gerade – und zwar nicht friedlich.


