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„Der letzte G7“: Satire eines chinesischen Karikaturisten geht viral
Illustration: Bantonglaoatang

„Der letzte G7“: Satire eines chinesischen Karikaturisten geht viral

globaltimes.cn: Die politische Satire eines chinesischen Karikaturisten, die sich über die Mitglieder der Gruppe der Sieben (G7) lustig macht, die versuchen, China zu unterdrücken, ging am Sonntag, als der G7-Gipfel in Cornwall, Großbritannien, stattfand, in den sozialen Medien viral.

Die Illustration mit dem Titel „The Last G7“, die von ihrem Autor „Bantonglaoatang“ am Samstag auf Sina Weibo veröffentlicht wurde, ist als Anlehnung an das berühmte religiöse Wandgemälde „Das letzte Abendmahl“ gemalt. Der G7-Gipfel wird weithin als ein Versuch der USA gesehen, Verbündete gegen China zu sammeln.

Ähnlich wie das letzte Mahl, das Jesus mit seinen Aposteln vor seiner Kreuzigung teilte, das Das letzte Abendmahl darstellt, malte Bantonglaoatang ein lebhaftes Bild von neun Tieren – die jeweils die USA, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Australien und Indien repräsentieren – die um einen Tisch sitzen, auf dem ein Kuchen in Form einer chinesischen Landkarte steht. Oben auf dem Bild stehen die Worte in Anführungszeichen: Damit können wir immer noch die Welt regieren.

Diese Tiere haben unterschiedliche Gesichtsausdrücke und Gesten, was darauf hindeutet, dass jede Seite der G7 tatsächlich ihre eigene Axt an den gemeinsamen Verschwörungen der Unterdrückung Chinas und der Aufrechterhaltung der westlichen Hegemonie zu schärfen hat, analysierten einige Beobachter und chinesische Netzaktivisten.

Ein kahlköpfiger Adler, der einen Bowlerhut mit einer amerikanischen Flagge darauf trägt, sitzt in der Mitte wie Jesus beim letzten Abendmahl, offensichtlich der Einberufer des Mahls. Vor dem kahlköpfigen Adler steht eine kleine Banknotendruckmaschine und ein Geldschein liegt auf dem Tisch. Die Maschine druckt Klopapier in Dollar, und die Zahl auf dem Schein wird immer größer – von 2 Billionen Dollar bis 8 Billionen Dollar.

Es gibt auch einen eisernen Haken unter seinen Füßen und zwei Baumwollstücke mit Blut in der Nähe seiner Hände auf dem Tisch, was darauf hindeutet, dass „die Kapitalakkumulation der USA auf rassistischer Unterdrückung aufgebaut wurde“, sagte ein Vlogger mit dem Spitznamen „scharfzüngiger Kürbis“ in seinem neuesten Video, das die Illustration analysiert und das innerhalb eines Tages, nachdem er es am Samstagnachmittag hochgeladen hatte, über 700’000 Aufrufe auf der Video-Streaming-Plattform Bilibili erhalten hat.

Das Bild mit dem Weißkopfseeadler zeigt, dass die heutigen aggressiven, aber schwachen USA in ihrer wachsenden Schuldenkrise und ihren Rassenkonflikten gefangen sind, aber immer noch mit dem Finger auf China zeigen, wie „scharfzüngiger Kürbis“ betonte.

Links neben dem Weißkopfseeadler sitzt ein grauer Wolf, der eine Mütze mit einer italienischen Flagge trägt. Der Wolf winkt mit den Händen wie der Apostel Andreas im letzten Abendmahl, als würde er „Nein“ zu den Vorschlägen der USA sagen, gemeinsam gegen China vorzugehen. Das Bild mit dem grauen Wolf zeigt, dass Italien, das erste europäische Land, das sich Chinas Belt and Road Initiative (BRI) angeschlossen hat, nicht bereit ist, mit den USA bei der Unterdrückung Chinas zusammenzuarbeiten, kommentiert der „scharfzüngiger Kürbis.“

Neben dem Wolf steht ein Akita-Hund, der Japan repräsentiert. Ohne Sitz ist er damit beschäftigt, den anderen einen „Drink“ zu servieren – er schüttet grünes, radioaktives Wasser in die Gläser der anderen Tiere. Auf Weibo sagten einige Nutzer, das grüne Wasser sei das verseuchte Wasser, das Japan aus dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima in den Pazifik leiten will.

Neben dem Hund sitzt ein Känguru, das seine linke Hand nach den von den USA gedruckten Geldscheinen ausstreckt, während es in der rechten Hand eine Tüte festhält. Das Känguru symbolisiert das doppelgesichtige Australien, das aktiv mit den USA zusammenarbeitet, um China einzudämmen, aber auch darauf erpicht ist, an China, seinem größten Handelspartner, Geld zu verdienen, so der „scharfzüngige Kürbis“.

In der linken Ecke steht ein schwarzer Falke, der offensichtlich Deutschland repräsentiert, denn seine Pose ist fast die gleiche wie die der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einem weit verbreiteten Foto beim G7-Gipfel 2018. Deutschland scheint, ähnlich wie der Hahn (der Frankreich repräsentiert), der auf der rechten Seite schweigend sitzt, mehr an seinen eigenen europäischen Themen interessiert zu sein und zeigt weniger Begeisterung für die Propaganda der USA, fanden Netzaktivisten.

Auf der rechten Seite des Tisches sitzen auch ein Löwe und ein Nutria, die das Vereinigte Königreich und Kanada repräsentieren, beides enge Five Eyes-Verbündete der USA. Der Nutria, der einen roten Mantel mit Bildern von Marihuana darauf trägt, hält eine Puppe in der Hand. Viele Netzaktivisten glauben, dass die Puppe die Finanzchefin von Huawei, Meng Wanzhou, repräsentiert, die in Kanada immer noch zu Unrecht festgehalten wird.

In der rechten Ecke des Tisches sitzt ein Elefant (der Indien repräsentiert), der wie ein Patient an einem Tropf hängt.

Unter dem Tisch befindet sich ein Frosch, der Geldscheine in den Händen hält und versucht, so hoch wie möglich zu springen, um den Tisch zu erreichen und das Geld an die USA zu übergeben. Der kleine Frosch symbolisiert die separatistische Autorität der Insel Taiwan, die den USA stets untertänig ist, wie einige Aktivisten bemerkten.

Die Illustration sorgte am Sonntag für Aufregung auf Weibo. Zahlreiche Nutzer lobten den Autor dafür, dass er anschaulich und direkt die bösen Absichten des Westens aufzeigt, der versucht, China zu belagern. „Aber das ist vielleicht ihr ‚letztes Abendmahl'“, spottete ein Nutzer. „Mit unterschiedlichen Positionen, für verschiedene eigene Interessen, können diese Länder und Regionen keine wirkliche Liga gegen China bilden.“