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Die G7 der Goldenen Milliarde kann nicht mit den Großen Acht des globalen Südens konkurrieren

Die G7 der Goldenen Milliarde kann nicht mit den Großen Acht des globalen Südens konkurrieren

Objektiv betrachtet sind die Zahlen des russischen Duma-Sprechers Wolodin richtig: Die Großen Acht übertreffen die G7 tatsächlich bei weitem. Aufgrund dieser Tatsache können Beobachter davon ausgehen, dass sich der globale Systemwandel weiter beschleunigen wird, da diese multipolaren Führungspersönlichkeiten enger zusammenarbeiten, um ein nicht-westliches Globalisierungsmodell zu schaffen, das die Ausplünderung der Ressourcen des globalen Südens durch die Goldene Milliarde stoppt.

Einer der wichtigsten Trends des Neuen Kalten Krieges ist die Zweiteilung der Welt in die Goldene Milliarde und den Globalen Süden, die Präsident Putin als Kolonien bzw. souveräne Staaten betrachtet. Auch Duma-Sprecher Wolodin hat dies bemerkt und in einem Telegrammposting erläutert, das RT soeben seinen Lesern zur Kenntnis gebracht hat. Ihm zufolge liegt die Gruppe der acht Länder, die sich nicht an den Sanktionskriegen beteiligen – China, Indien, Russland, Indonesien, Brasilien, Mexiko, Iran und die Türkei – beim BIP zu Kaufkraftparitäten um 24,4 % vor der [G7]“, deren Volkswirtschaften weiterhin unter der Last der gegen Russland verhängten Sanktionen zusammenbrechen“. Er kam zu dem Schluss, dass „die Vereinigten Staaten mit ihren eigenen Händen die Bedingungen dafür geschaffen haben, dass Länder, die einen gleichberechtigten Dialog und für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen aufbauen wollen, zusammen mit Russland tatsächlich eine ’neue Große Acht‘ bilden.“

Diese Einsicht ist wichtig für das Verständnis des globalen systemischen Übergangs zur Multipolarität, der sich infolge der laufenden militärischen Sonderoperation Russlands in der Ukraine und der als Reaktion darauf verhängten, völlig kontraproduktiven antirussischen Sanktionen des von den USA geführten Westens in nie gekanntem Maße beschleunigt hat. Anstatt die schwindende unipolare Hegemonie der USA umfassend zu bekräftigen, haben die Maßnahmen der Goldenen Milliarde den Aufstieg des globalen Südens, der den Mächtigen die Kontrolle über das Weltsystem streitig macht, umfassend gefördert. Die Erstgenannten wollen so viel wie möglich vom bisherigen System beibehalten, während die Zweitgenannten aktiv daran arbeiten, es allmählich zu reformieren, damit alles gerechter, fairer und stabiler wird.

Objektiv betrachtet sind Volodins Zahlen korrekt: Die Großen Acht übertreffen die G7 tatsächlich bei weitem. Aufgrund dieser Tatsache können Beobachter davon ausgehen, dass sich der globale Systemwandel weiter beschleunigen wird, da diese multipolaren Führungspersönlichkeiten enger zusammenarbeiten, um ein nicht-westliches Globalisierungsmodell zu schaffen, das die Plünderung der Ressourcen des globalen Südens durch die Goldene Milliarde stoppt. Das wiederum wird den Niedergang des von den USA geführten Westens beschleunigen, obwohl auch vorausgesagt wird, dass Amerika diesen Prozess nicht friedlich über sich ergehen lassen wird. Im Gegenteil, es wird seinen neoimperialen Kolonien mit Sicherheit befehlen, ihre Truppen in den Globalen Süden (und vor allem nach [West-]Afrika) zu schicken, um dort Stellvertreterkriege zu führen, die die USA in dem verzweifelten Versuch, den privilegierten Zugang zu den Ressourcen dieser Länder zu behalten, provozieren sollen. Dies kann dazu führen, dass Staaten wie Äthiopien, Mali und sogar Nigeria zu Schlachtfeldern des Neuen Kalten Krieges werden.

Außerdem ist zu erwarten, dass weitere „Lawfare-Coups“ wie der in Pakistan gegen den ehemaligen Premierminister Khan als Strafe für seine unabhängige Außenpolitik immer eine Bedrohung für die Großen Acht bleiben werden. Die USA möchten diese wichtigen Länder aus dem sich rasch formierenden multipolaren Block „abwerben“ und werden vor nichts zurückschrecken, um den „pakistanischen Präzedenzfall“ gegen sie zu wiederholen, und zwar auf ihre eigene Art und Weise, die auf die jeweiligen nationalen Gegebenheiten zugeschnitten ist. China, Indien und der Iran sind gegen dieses Szenario immuner als Brasilien, Indonesien, Mexiko und die Türkei, aber sie alle sind auf die eine oder andere Weise anfällig für amerikanische Destabilisierungskampagnen, was allerdings nicht automatisch bedeutet, dass solche Versuche erfolgreich sein werden. Je umfassender die Großen Acht zusammenarbeiten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie jeden Regimewechsel vereiteln.