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Fast keine Corona-Todesfälle mehr im maskenfreien Schweden – Tegnell fordert mehr Studien zu Delta
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Fast keine Corona-Todesfälle mehr im maskenfreien Schweden – Tegnell fordert mehr Studien zu Delta

Seit Beginn der Corona-Krise geht Schweden seinen eigenen Weg, um COVID-19 in den Griff zu bekommen. Chefepidemiologe Anders Tegnell hat dabei stets auch soziale und psychische Folgen der Maßnahmen im Blick. Nun will er mehr Studien, die Aufschluss darüber geben sollen, wie gefährlich die Delta-Variante tatsächlich ist.

Während die US-Behörde CDC (Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention) die US-Bürger auffordert, sich gegen die Delta-Variante zu maskieren, argumentiert Schwedens leitender Epidemiologe, dass mehr Daten über die Ansteckungsfähigkeit der neuen Mutation erforderlich sind.

Schweden, in dem es nie eine Maskenpflicht gab, hat zurzeit null COVID-19-Todesfälle pro Tag und eine Inzidenz zu verzeichnen, die ebenfalls nahe null liegt.

Anders Tegnell sagte am Freitag, es gebe über Delta „eine Menge, was wir nicht wissen“, und warnte davor, bereits jetzt „weitreichende Schlüsse“ über diesen Coronavirus-Stamm zu ziehen. Er wies darauf hin, dass die Variante in Schweden „schon seit geraumer Zeit“ zirkuliere und kaum Auswirkungen habe, insbesondere in Hochrisikosituationen wie Pflegeheimen.

Er reagierte damit auf neue Veröffentlichungen der CDC, die darauf hindeuten, dass der Delta-Stamm übertragbarer ist und möglicherweise schwerere Krankheiten verursachen könnte. Die New York Times und andere Medien berichteten, dass die CDC die Delta-Variante nun für ebenso ansteckend halten wie Windpocken – doch dieser Vergleich schien Tegnell nicht zu beeindrucken.

Der schwedischen Zeitung Aftonbladet sagte er:

„Es ist schwer zu sagen, wie ansteckend Delta ist, [denn] bei den Windpocken konnten wir die Krankheit mehrere Jahre lang verfolgen. Die Ansteckungsfähigkeit [von Delta] scheint sehr ungleichmäßig zu sein – in manchen Fällen steckt eine Person hundert Menschen an, und dann gibt es wiederum Fälle, in denen eine infizierte Person überhaupt niemanden ansteckt.“

In einer separaten Stellungnahme wies er auf die Tatsache hin, dass in einem Drittel