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Geht es jetzt wieder los? Im Jahr 2021 wird der Ausbruch einer Affenpockenpandemie simuliert und die WHO hat so eben eine Dringlichkeitssitzung einberufen

Im März 2021 simulierte die Nuclear Threat Initiative (NTI) in Zusammenarbeit mit der Münchner Sicherheitskonferenz den Ausbruch einer Affenpockenpandemie. Die Pandemie wurde durch einen Terroranschlag ausgelöst, bei dem ein in einem Labor erzeugter Erreger verwendet wurde.

„Wissenschaftler haben festgestellt, dass dieses Affenpockenvirus im Labor erzeugt wurde“, sagt ein Nachrichtensprecher in einer fiktiven Fernsehsendung. Auf dem Bildschirm erscheint folgender Text: „Milliarden von Fällen, Hunderte von Millionen von Toten. Wir müssen uns jetzt auf die nächste Pandemie vorbereiten.

„Wir sehen viel weniger Fälle in Ländern, in denen die Regierung sofort hart eingegriffen hat“, sagt ein fiktiver Reporter.

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach kündigte am Donnerstag auf der G7-Konferenz in Berlin an, dass der Ausbruch einer Pockenpandemie in Kürze simuliert werden soll. In diesem Fall würde das Virus von einem Leoparden übertragen, und junge Menschen wären besonders stark betroffen, so der Minister.

Im Juni hat die amerikanische Arzneimittelbehörde das Medikament Tembexa (Brincidofovir) für die Behandlung von Pocken zugelassen. Die FDA schreibt auf ihrer Website: „Obwohl die WHO die Pocken, eine ansteckende und in einigen Fällen tödliche Krankheit, 1980 für ausgerottet erklärt hat, gibt es Bedenken, dass das Virus, das die Pocken verursacht, das Variola-Virus, als Biowaffe eingesetzt werden könnte“.

Am Donnerstag hat die FDA auch das Medikament Tpoxx für die Behandlung von Pocken zugelassen. Wichtiges Detail: Das Medikament wird von Siga Technologies hergestellt und von Meridian Medical Technologies beworben, das sich im Besitz von Pfizer befindet.

Und dann wurde so eben von der WHO eine Dringlichkeitssitzung einberufen.

WHO beruft Krisensitzung wegen Affenpockenausbruch ein.