(Red.) Wie schon vor einem Jahr veröffentlichte der russische Politologe Dmitri Trenin in der russischen Zeitschrift «Profil» eine detaillierte Prognose für das angelaufene Jahr, diesmal also für das Jahr 2026. Viel Optimismus ist darin nicht zu finden. In der Tendenz aber glaubt Trenin eine leichte Entwicklung zu einer multipolaren Welt zu erkennen. (cm)
Militärische Sonderoperation: Ein Friedensabkommen zur Ukraine, das auch Russland zufriedenstellen würde, wird es 2026 höchstwahrscheinlich nicht geben. Die europäischen Führungseliten werden mit Unterstützung der Partei der Demokraten der USA und des sogenannten Deep State wahrscheinlich Trumps Bemühungen um einen für Moskau akzeptablen Frieden blockieren. Darüber hinaus könnte sich Trump aus innenpolitischen Gründen gegen Russland „wenden“, die Sanktionen gegen russische Energieexporte weiter verschärfen und Maßnahmen gegen Tanker ergreifen, die russisches Öl transportieren. Unter diesen Umständen wird die „spezielle diplomatische Operation” des Kremls, die seit Anfang 2025 läuft, zwangsläufig eingestellt werden, während die Militärische Sonderoperation mit neuer Kraft fortgesetzt wird.
Die Militäraktionen in der Ukraine werden wohl während des gesamten Jahres 2026 fortgesetzt. Die russische Armee wird


