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Globale Impfstoff Zeitleiste erstreckt sich bis 2023

Globale Impfstoff Zeitleiste erstreckt sich bis 2023

Ein neuer Bericht der Economist Intelligence Unit zeigt, dass der Weg zum landesweiten Impfschutz gegen COVID-19 je nach Wohnort noch lang sein kann. Der Bericht zeigt, dass es vielerorts noch Jahre dauern wird, bis eine Mehrheit der erwachsenen Bevölkerung den Impfstoff erhalten hat.

Während in den großen Volkswirtschaften Lateinamerikas eine flächendeckende Versorgung bis Mitte 2022 zu erwarten ist, sieht es in Asien düsterer aus. Die meisten Schwellenländer hier werden voraussichtlich bis Ende nächsten Jahres brauchen, um dieses Ziel zu erreichen. Selbst in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften der Region laufen die Impfungen langsamer an als anderswo. Japan hat erst Ende Februar mit seiner Kampagne angefangen und wird voraussichtlich bis Mitte 2022 die Mehrheit der Impfungen erreichen, ebenso wie Südkorea und Vietnam. Nur die Stadtstaaten der Region und Taiwan werden bis Ende 2021 voraussichtlich 60-70 Prozent ihrer erwachsenen Bevölkerung geimpft haben.

Auch die meisten europäischen Nationen sowie die USA, Israel und die Golfstaaten sind laut EIU auf diesem Weg. Probleme bei der Versorgung und (gerechten) Verteilung der Impfstoffe von Pfizer und AstraZeneca könnten hier jedoch zu Verzögerungen führen. Derzeit ist Großbritannien seinen europäischen Mitbewerbern bei der Impfgeschwindigkeit voraus, steht aber im Verdacht, von AstraZeneca (dessen Impfstoff zusammen mit der Universität Oxford entwickelt wurde) bevorzugt zu werden.

In vielen Entwicklungsländern der Welt wird sich der Zeitplan für die Impfung voraussichtlich bis ins Jahr 2023 erstrecken. Dazu gehören auch große Teile Afrikas. Während die billige und leicht zu lagernde Sorte von AstraZeneca über die Covax-Initiative an ärmere Länder verteilt werden soll, wetteifern auch Russland, Indien und China um Aufträge für ihre Impfstoffsorten in einem von der EIU als Boom der Impfstoffdiplomatie bezeichneten Prozess.

Während der chinesische Impfstoff von Sinopharm bereits in Ägypten zugelassen ist und auch nach Peru, Marokko und Ungarn gehen soll, wird eine andere chinesische Sorte, Sinovac, in erheblichen Mengen nach Indonesien, Brasilien, Chile, in die Türkei und auf die Philippinen geliefert. Russlands größte Verträge bestehen mit Indien und Vietnam, während Indien nach Brasilien liefern wird.

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