Das US-Justizministerium hat drei Dokumente veröffentlicht, die Zusammenfassungen von FBI-Interviews enthalten. Darin beschreibt eine Frau, dass sie als Teenager sexuell von Donald Trump angegriffen wurde. Die Aussagen sind Teil eines größeren Pakets von Unterlagen im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den Finanzier Jeffrey Epstein und sein Netzwerk.
Die Dokumente fassen Gespräche zusammen, die das FBI zwischen August und Oktober 2019 mit der Frau führte. Laut ihrer Aussage war sie zwischen 13 und 15 Jahre alt, als Jeffrey Epstein sie in ein hohes Gebäude in New York oder New Jersey brachte. Dort soll Epstein sie Donald Trump vorgestellt haben.
In ihrer Aussage gibt die Frau an, dass Trump versuchte, sie zu einer sexuellen Handlung zu zwingen. Sie wehrte sich und biss ihm in den Penis, woraufhin er sie angeblich packte und gegen den Kopf schlug. Danach soll er gerufen haben, dass jemand sie aus dem Raum entfernen solle.
Während der FBI-Gespräche erzählte die Frau außerdem, dass sie mit Anwälten an einer Zivilklage arbeite. Zudem erklärte sie, dass sie oder Menschen in ihrem Umfeld bedrohliche Anrufe erhalten hätten. Sie vermutete einen Zusammenhang mit Epstein, deutete aber auch eine mögliche Beteiligung von Trump an.
Donald Trump hat alle Vorwürfe im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein bestritten. Das Weiße Haus reagierte auf die Veröffentlichung der Dokumente über Sprecherin Karoline Leavitt. Sie bezeichnete die Anschuldigungen als „völlig unbegründet“ und betonte, es gebe keinen glaubwürdigen Beweis dafür.
Die Veröffentlichung der Dokumente hat in Washington eine politische Debatte ausgelöst. Demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus prüfen, ob das Justizministerium Unterlagen mit diesen Vorwürfen zurückgehalten hat.
Das Justizministerium bestreitet, Dokumente zurückgehalten zu haben. Alle relevanten Unterlagen seien letztendlich erneut online gestellt worden, mit Ausnahme von Duplikaten, vertraulichen Stücken oder Dokumenten aus laufenden Ermittlungen.
Ein Kongressausschuss hat beschlossen, Justizministerin Pam Bondi vorladen zu lassen, um Erklärungen zur Behandlung dieser Dokumente abzugeben. Verschiedene Kongressabgeordnete fordern nun auch die Vorladung von Trump.


